Obmann und Mitgründer des Vereins Whisky-Circle Pinzgau. Er veröffentlicht hier Tastingnotes, Videos, Tipps und News zum Thema Whisky und Schottland.

1. Raritätentasting 2022

Raritätentasting mit Joe Riedmüller

Nach über zwei Jahren und etlichen virtuellen Zusammenkünften findet am 22. April um 19h unser erstes Whiskytasting in Präsenz statt ;-). Dazu haben wir nicht einfach irgendeine Verkostung geplant, nein wir machen gleich richtig ernst … Unser Whiskykollege Joe Riedmüller aus Tirol hat in seiner Sammlung nach passenden Tropfen für uns gesucht und so gibt es ein sehr spezielles Raritätentasting bei uns im Pinzgau. Der Ort des Geschehens ist die Brauerei unseres Freundes und Obmannstellvertreters Hans Peter „Staff“ Hochstaffl in Bruck an der Großglocknerstraße. Staff freut sich auch schon besonders auf diese Verkostung und so lässt er sich nicht nehmen, die Jause für diesen Abend zu stiften 😉

Das Lineup für diese Verkostung lautet wie folgt:

  • Springbank 1993 von Glenscoma (Whiskybase)
  • Lochindaal 2009 von High Spirits (Whiskybase)
  • Caol Ila 1984 von Wilson & Morgan
  • Ardbeg 1991 von Montgomerie´s (Whiskybase)
  • Glenglassaugh 1983 von Gordon & MacPhail (Whiskybase)
  • Mortlach 12yo 70° Proof von Gordon & MacPhail (1970s)
  • Ledaig 1972 für die Caledonian Connection Germany (Whiskybase)
  • Glen Keith 1967 von Gordon & MacPhail (Whiskybase)

Der Preis pro Person für diesen Abend beträgt € 90,- für Whisky, Jause und Wasser.

Da sich das Tasting bereits herumgesprochen hat, gibt es schon sehr viele Anmeldungen bzw. Interessenten. Darum heißt es jetzt schnell sein: Anmeldung bitte beim Vorstand eures Vertrauens oder via E-Mail.

Fakten:
Termin: 22. April 2022 um 19h
Treffpunkt: Pinzgau Bräu in Bruck
Kosten: €90,-

Vom Online-Whiskyshop whic.de gibt es für jeden Teilnehmer eine kleine Überraschung!

Nur mehr 2 Plätze verfügbar!

Corona-Maßnahmen: Zusätzlich zu denen am Veranstaltungstag geltenden Corona-Vorschriften werden alle Teilnehmer um die Durchführung eines Antigen-Schnelltests gebeten. Die Tests sind vorhanden.

St. Kilian Signature Edition Ten

St. Kilian Signature Edition Ten

Der St. Kilian Signature Edition Ten wurde gestern Abend im Rahmen eines großen Online-Tastings präsentiert. Die Online-Tasting von St. Kilian spielen inzwischen in einer eigenen Liga. Top Qualiät in der Übertragung, super Setting in der Brennerei und sehr interessant aufgebaut. Zum Spaß kommt hier immer auch ein großes Stück an Wissensvermittlung dazu. Gestern gab es zum Beispiel eine kleine Chemiestunde vom Honorary Brand Ambassador Dr. Heinz Weinberger.

Dr. Heinz Weinberger

Zurück zum Whisky: Bei der SIGNATURE EDITION TEN wurde etwas ganz Besonderes kreiert. Der Fokus dieser Single Malt Whisky Abfüllung liegt auf fünf unterschiedlichen Gerstenmalzsorten, die nach der jeweiligen Fasslagerung vermählt wurden. Die Malzsorten sind:

  • Pilsner Malz (12,2%)
  • Münchner Malz (81,6%)
  • Caraaroma (1,4%)
  • Caramünch (2,6%)
  • Melanoidinmalz (2,2%)

Die Reifung fand in ex-Bourbon- und ex-Rumfässern statt. Rumfässer lösen bei mir meistens eine Abwehrhaltung aus, aber eine Chance gebe ich jedem Whisky. (ok, fast jedem …)

Fakten zum St. Kilian Signature Edition Ten

Produzent: St. Kilian, Deutschland
Abfüller: OA
Alkoholgehalt: 49,5 % ABV
Inhalt: 0,5 Ltr.
Distilled: 2016/2017
Bottled: 2022
Alter: ~4 Jahre
Fass: ex-Bourbon- & ex-Rumfässer (Jack Daniels, Garrison, Madeira, Rhum, …)

Meine Notizen

Farbe: Bernstein
Nase:  staubig, Malz, Birne, Sauerteigbrot, Vanille, Gerste, Mango, Zuckermelone
Gaumen: kräftig, Sauerteigbrot, Malz, Vanille, Fudge
Abgang: lang – Blockmalz, Vanille, leicht bitter, Schokolade

Meine Bewertung: Ich gebe gute 86 Punkte für den St. Kilian Signature Edition Ten. Dieser Single Malt Whisky aus Rüdenau schmeckt mir wieder sehr gut, das Experiment mit den unterschiedlichen Malzsorten ist gelungen. Der Tropfen braucht aber seine Zeit im Glas. Weitere Fakten und Bewertungen zu diesem Whisky gibt es bald auch auf www.whiskybase.com.

Disclaimer: Das Sample vom St. Kilian Signature Edition Ten und die Teilnahme am Online-Tasting wurde mir kostenlos von St. Kilian Distillers zur Verfügung gestellt bzw. ermöglicht – Danke dafür.

Ben Bracken 25yo

Ben Bracken 25yo

Nach längerer Zeit darf ich hier wieder etwas über einen sogenannten Diskonter-Whisky schreiben. Der heutige Ben Bracken 25yo kam vor ein paar Monaten in den Onlineshop vom deutschen Lidl. Aufmerksam wurde ich aber erst vor ein paar Wochen durch ein Verkostungsvideo von Pat Hock. In diesem Video hat er diese Abfüllung sehr gelobt und so wurden gleich ein paar Flaschen davon bestellt.

Fakten zum Ben Bracken 25yo

Produzent: ka, Schottland
Abfüller: The Scottish Independent Distillers Co. Ltd.
Alkoholgehalt: 41,9 % ABV
Inhalt: 0,7 Ltr.
Distilled: ka
Bottled: 2021
Alter: 25 Jahre
Fass: Oak Casks – na no na 😉

Meine Notizen

Farbe: Kupfer (gefärbt)
Nase: Malz, Apfelkuchen, Minze, Bananenbrot (Coronabrot), Nüsse, Brennnesseln, Eiche, Zitrone, Honig, Kokos, Marillenkrapfen
Gaumen: süß, Birne, Eiche, Vanille, Malz, Nüsse, Orangen, Melone, Karamell, weißer Pfeffer
Abgang: mittellang – süß, Nüsse, Orangen, Melone, Schokolade

Meine Bewertung: Ich gebe 87 Punkte für den Ben Bracken 25yo. Nicht nur für €80,- ist das ein sehr gelungener Single Malt Whisky von Lidl. Weitere Fakten und Bewertungen zu diesem Single Malt, gibt es natürlich wieder auf www.whiskybase.com.

Ardbeg Fermutation

Ardbeg Fermutation
Zum Teilen und Trinken sind sie da 😉

Ardbeg Fermutation, oder wir Fanboys & Girls flippen wieder aus ;-). Selbstverständlich ist das wieder eine Hype-Flasche und es gibt auch dieses Mal wieder eine passende Geschichte. Diese Geschichten interessieren mich normalerweise weniger, aber beim Fermutation hat es mich schon sehr neugierig gemacht:

Im Jahr 2007 gab ein Boiler in der Brennerei den Geist auf und dieser Boiler war nicht so einfach zu reparieren. So hatte man in sechs Washbacks das Whiskybier nach den üblichen 72 Stunden der Fermentation ohne Chance auf Weiterverarbeitung herumstehen. Nach dieser Zeit hatten die Hefebakterien auch nichts mehr zu verdauen und wanderten in die ewigen Jagdgründe ab. In dieser heiklen Situation ließ Dr. Bill Lumsden die Deckel der Washbacks öffnen, um die Bakterien in der Luft die Fermentation fortsetzen zu lassen. Bis der kaputte Boiler wieder die Arbeit aufnehmen konnte, vergingen rund drei Wochen. Eine so lange Fermentationszeit ist sehr ungewöhnlich, riskant und auch nicht besonders wirtschaftlich. Die destillierte Spirituose wurde anschließend in 1st Fill und Refill Bourbonfässer abgefüllt und für rund 13 Jahre gelagert.

Genug zur Story, was erwarte ich mir von diesem „Experiment“? Ich hatte mit eigenwilligen und extremen Germteigaromen (=Hefeteig) gerechnet, ob meine Erwartungen eintrafen wird sich gleich zeigen.

PS: Nicht nur mich erinnert diese Geschichte von Ardbeg an den Unfall bei Glenfiddich, welcher dann zum Snow Phoenix führte. Apropos Snow Phoenix: Ich sollte noch ein Sample davon herumstehen haben 😉

Fakten zum Ardbeg Fermutation

Produzent: Ardbeg, Islay
Abfüller: OA
Alkoholgehalt: 49,4 % ABV
Inhalt: 0,7 Ltr.
Distilled: 2007
Bottled: 07.07.2021
Alter: 13 Jahre
Fass: 1st Fill und Refill Bourbonfässer

Meine Notizen

Farbe: Stroh
Nase: frische Kräuter, Jod, Anis, Limettenzesten, Mango, Teer, Germteig, Salz, Minze, schwarzer Pfeffer, Vanille, Holzrauch, Heu-Silo, Honig, Koriander, Teebaumöl – die Nase ist eine Wucht, so vielschichtig!
Gaumen: Jod, Minze, süßer Rauch, Teer, Zitrone, Malz, Anis, Grapefruit, Vanille, schwarzer Tee, Salzkaramell, Eiche, Chili
Abgang: mittellang – Rauch, Bärendreck, Eiche, Asche, Teer, Kakao, Minze, Zitrone, Kardamom

Meine Bewertung: Ich gebe 90 Punkte für den Ardbeg Fermutation Committee Release. Es ist eine Hype-Flasche, aber eine der Besten der letzten Jahre. Vermutlich wird man diese lange Fermentation nicht wiederholen, aber ich würde es gerne wieder einmal verkosten. Weitere Fakten und Bewertungen zu diesem Single Malt, gibt es natürlich wieder auf www.whiskybase.com.

Dingle Irish Whiskey Tasting

Das zweite virtuelle Tasting im Jahr 2022 findet bereits am 25. Februar um 20h in Zusammenarbeit mit der irischen Brennerei Dingle statt.

Zu dieser Verkostung dürfen wir den international Brand Ambassador Alan Glynn begrüßen. Alan hat uns vier Samples aus seiner Brennerei geschickt, aber er verschweigt uns noch den Inhalt. 😉

Das Blind bzw. Deconstruction-Tasting findet über die Videokonferenzsoftware Zoom in englischer Sprache statt. Die Teilnahme für diese Verkostung kommt auf €20,- pro Person. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 beschränkt!

Anmeldung bitte beim Vorstand eures Vertrauens oder via E-Mail.

Die Abholung der Sets ist ab 14. Februar 2022 im Pinzgau Bräu in Bruck möglich. Versand auf Anfrage.

Kilchoman Genesis

Kilchoman Genesis

Der Islay Single Malt Kilchoman Genesis kam durch eine Flaschenteilung im Jahr 2021 zu mir und musste dann ein wenig auf die Verkostung warten. Samplestau ist ein weitverbreitetes Phänomen unter Whiskytrinkern. 😉

Fakten zum Kilchoman Genesis

Produzent: Kilchoman, Islay
Abfüller: OA
Alkoholgehalt: 48,6 % ABV
Inhalt: 0,7 Ltr.
Distilled: ka
Bottled: 24.09.2020
Alter: 3 Jahre (NAS)
Fass: 70% Bourbon, 20% Pedro Ximénez, 10% Oloroso

Meine Notizen

Farbe: helles Gold
Nase: süß, Trauben, dezent rauchig, Himbeeren, Erdbeeren, Vanille, Asche, Pfeffer, jugendlich
Gaumen: süßer Rauch, Himbeeren, weißer Pfeffer, Milschschokolade, Karamell, Salz, Eiche, Asche, Muskat, Nüsse, Malz
Abgang: lang – süßer Rauch, Eiche, Zitrone, Asche, bitter

Meine Bewertung: Ich gebe 87 Punkte für den Kilchoman Genesis aus der Harvest – Stage 1 Serie. Dieser junge Whisky von der Insel Islay schmeckt mir wirklich gut. Weitere Fakten und Bewertungen zu diesem Single Malt gibt es natürlich wieder auf www.whiskybase.com.

Glenrothes 1997

(c) Whiskyoss @whiskybase.com

Den heutigen Glenrothes 1997 mit satten 23 Jahren vom Whiskybroker habe ich im letzten Adventkalender unseres Stammtisches gefunden. So ein privater Kalender bringt schon immer wieder spannende Tropfen zum Vorschein und macht richtig Sinn.

Fakten zum Glenrothes 1997 23yo

Produzent: Glenrothes, Speyside
Abfüller: WhB
Alkoholgehalt: 54,8 % ABV
Inhalt: 0,7 Ltr.
Distilled: 1997
Bottled: 2020
Alter: 23 Jahre
Faß: Sherry Butt + Oloroso Sherry Butt Finish #15400

Meine Notizen

Farbe: dunkler Bernstein
Nase: Trockenfrüchte (Datteln, Rosinen, Feigen, …), Honig, Nüsse, Eiche, erdig, Orangenöl, Kletzenbrot, Kräuter, Nutella
Gaumen: Kräftig, Kakao, Honig, Zimt, Rosinen, Kaffee, Eiche, Sherry, Leder, Chili
Abgang: mittellang – Kaffee, Eiche, Kakao, Nutella, Sherry

Meine Bewertung: Ich gebe 89 Punkte für den Glenrothes 1997 23yo vom Whiskybroker. Das ist ein sehr guter Weihnachtswhisky aus der schottischen Speyside. Weitere Fakten und Bewertungen zu diesem Single Malt gibt es natürlich wieder auf www.whiskybase.com.

Ledaig 2005 Finest Whisky

(c) Whiskyburg Wittlich

Die Brennerei Tobermory zählt seit Jahren zu meinen Favoriten und darum gibt es hier immer wieder Verkostungsnotizen zu Single Malts aus dieser Brennerei auf der Insel Mull. Heute darf ich mich mit dem Ledaig 2005 Finest Whisky von Sansibar beschäftigen.

Fakten zum Ledaig 2005 Finest Whisky

Produzent: Tobermory, Islands
Abfüller: Sansibar
Alkoholgehalt: 61,2 % ABV
Inhalt: 0,7 Ltr.
Distilled: 2005
Bottled: 2020
Alter: 15 Jahre
Faß: Bourbon Hogshead

Meine Notizen

Farbe: Stroh
Nase: Rauch, Kuhstall, exotische Früchte, (Mango, Passionsfrucht, …), Vanille, Crème Caramel, Salzzitronen, Asche, Marzipan, Malz
Gaumen: sehr kräftiger Antritt, Rauch, Vanille, Honig, Asche, Eiche, wärmend, Salz, prickelnd
Abgang: lang – Rauch, Asche, Eiche, trocken, Zitrus

Meine Bewertung: Ich gebe 88 Punkte für den Ledaig 2005 Finest Whisky von Sansibar. Dieser rauchige Single Malt Whisky aus der Tobermory Brennerei hat mir sehr gut geschmeckt ;-). Weitere Fakten und Bewertungen zu diesem Tropfen gibt es natürlich wieder auf www.whiskybase.com.

Le Paradoxe 1998

Michel Couvreur Le Paradoxe 1998
(c) whiskyhaus.de

Nach längerer Zeit verkoste ich heute wieder einmal einen Whisky von Michel Couvreur. Der Le Paradoxe 1998 ist ein Joint Bottling von Whisky for Life und dem Brühler Whiskyhaus.

Dieser Whisky wurde 1998 gebrannt und nach 21 Jahren in den sehr speziellen Kellern bei Michel Couvreur wurde das Bourbon Hogshead in 219 Flaschen abgefüllt. Der Preis der 0,5lt Version liegt bei €339,- und die 1,5lt Flasche kostet €1049,-. Ob der doch hohe Preis angemessen ist, werden wir gleich feststellen.

Fakten zum Michel Couvreur Le Paradoxe 1998

Produzent: ka
Abfüller: Michel Couvreur
Alkoholgehalt: 45,48%
Inhalt: 0,5 & 1,5 Lt.
Distilled: 1998
Bottled: 2020
Alter: 21 Jahre
Fass: Bourbon Hogshead

Meine Notizen

Farbe: Gold
Nase: süßer Rauch, Vanille, modrig, Kräuter, Honig, Eiche, Walnüsse, Salami, Malz, erdig, Moos, Heidekraut
Gaumen: ölig – süßer Rauch, erdig, Salz, Eiche, Malz, Asche, Wachs, Zitrus, Likör, Birnenkompott, Heidekraut
Abgang: mittellang – Honig, Wachs, Bärendreck, erdig, Malz, Eiche, leicht bitter

Meine Bewertung: Ich gebe 92 Punkte für den Michel Couvreur Le Paradoxe 1998. Das ist für mich ein außergewöhnlich guter Whisky. Ich bin echt begeistert, aber der Preis ist schon sehr hoch. Aber es ist ja nur Geld ;-). Weitere Fakten und Bewertungen zu diesem Tropfen gibt es natürlich wieder auf www.whiskybase.com.

Teeling Single Malt Experience

Teeling Single Malt Experience

Das erste virtuelle Tasting im Jahr 2022 findet am 4.Februar um 20h in Zusammenarbeit mit der irischen Brennerei Teeling statt.

Zu dieser Verkostung dürfen wir den European Brand Ambassador Chris Hayes begrüßen. Mit Chris werden wir folgende Single Malts verkosten:

  • Teeling Single Malt Whiskey 46%
  • Teeling Blackpitts 46%
  • Teeling Brabazon Series 49.5%
  • Teeling Renaissance Series 18yo 46%

Das Tasting findet über die Videokonferenzsoftware Zoom in englischer Sprache statt. Die Teilnahme für diese Verkostung kommt auf €20,- pro Person. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 beschränkt!

Anmeldung bitte beim Vorstand eures Vertrauens oder via E-Mail.

Die Abholung der Sets ist ab 27. Jänner 2022 im Pinzgau Bräu in Bruck möglich. Versand auf Anfrage.