Whic.de – Blind Sample Spiel 10/2018

Whic.de – Blind Sample Spiel 10/2018

Heute begebe ich mich auf sehr dünnes Eis. Vor ein paar Tagen fand ich nämlich ein kleines Paket mit einem Blindsample von whic.de in meiner Post. Anbei war die Bitte dieses Sample zu verkosten und anschließend meine Eindrücke dazu hier zu veröffentlichen. Da ich keine Ahnung habe worum es sich bei dem Sample handelt, kann es schon ein wenig peinlich werden – aber egal 😉

In kleinen Runden machen wir das ja öfters und ich war auch schon bei einer Blindverkostung von Jim Murray in München. Diese Verkostung unter dem Titel „slaughtering sacred cows“ war ein kleines Desaster für uns Teilnehmer, aber wir hatten sehr viel Spaß.

Ob das Blind Sample Spiel von whic.de auch so desaströs für mich wird, wird sich bald zeigen. Am 20.10.2018 wird nämlich die neue Abfüllung vorgestellt. Meine Eindrücke werden dann zusammen mit denen anderer Blogger unter: whic.de – Blind Sample Spiel veröffentlicht – ich bin schon sehr gespannt!

Auflösung: Bei dem Single Malt handelt es sich um den BUNNAHABHAIN 2014/2018 THE OCTAVE SINGLE CASK NO. 3820444 EXCLUSIVELY BOTTLED FOR WHIC.DE 

Fakten zum whic.de Blind Sample 10/2018

Produzent: Bunnahabhain, Islay
Abfüller: whic
Alkoholgehalt: 52,9 % ABV
Inhalt: 0,7lt
Distilled: 2014
Bottled: 2018
Alter: 3yo
Faß: Octave Single Cask

Meine Notizen

Farbe: Weißwein
Nase:  schöner Rauch, Malz, Zitrus, Kokos, Motoröl, Menthol, Birnenschnaps, floral, Ingwer, vielschichtig aber irgendwie jung
Gaumen: spritig, Rauch, Jod, Mezcal, Bleistiftminen, Malz, Ingwer, schnapsig, jugendlich & leicht metallisch
Abgang: mittellang – Motoröl, bittere Eiche, verbrannter Gummi

Meine Bewertung: Ich gebe 86 Punkte für das whic.de Blind Sample 10/2018. Mein Titel für diese Abfüllung würde „Havarie auf dem Loch Lomond“ heißen. Also ich tippe auf einen rauchigen Whisky aus der Loch Lomond Brennerei. Diese Produkte kommen oder kamen unter den unterschiedlichsten Namen auf den Markt: Croftengea, Inchfad, Inchmoan oder Loch Lomond Peated. Wie alt der Whisky (oder ist es vielleicht gar kein Whisky?) ist, kann ich nur schwer einschätzen. Irgendwie wirkt er jugendlich, aber dann doch wieder vielschichtig. Auch die 52,9% könnten auf ein älteres Produkt schließen lassen. Also lege ich mich fest: Es ist ein rauchiger 10yo Whisky aus der Loch Lomond Brennerei. Bekanntlich werden bei Loch Lomond ja unterschiedliche Arten von Whiskys produziert, also könnte es sich auch um einen Single Blend handeln …

Wahrscheinlich ist es aber ein rauchiger, indischer Whisky wie damals bei Jim Murray in München 😉

Danke an whic.de für die Möglichkeit an diesem Spiel teilzunehmen!

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Rainer Edlinger

Obmann und Mitgründer des Vereins Whisky-Circle Pinzgau. Er veröffentlicht hier Tastingnotes, Videos, Tipps und News zum Thema Whisky und Schottland.

Ein Kommentar:

  1. Pingback:Fremde Federn (15): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger - WhiskyExperts

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