
Michael Kramer (CC BY-SA 3.0)
Die Geschichte von Tullibardine
Lange bevor 1949 die Brennblasen angefeuert wurden, schrieb dieser Ort Geschichte. Im Jahr 1488 kaufte König James IV. hier Bier in der lokalen Brauerei – auf dem Rückweg von seiner Krönung. Damit ist der Standort eine der ältesten dokumentierten Stätten der Alkoholproduktion in Schottland.
Tullibardine ist seit 1949 eine Single Malt Whisky Brennerei in den schottischen Highlands. Die Kapazität beträgt aktuell ca. 2.7 Mio lt Alkohol im Jahr.
Das Wasser vom Danny Burn: Das Wasser für Tullibardine fließt von den Ochil Hills herab. Das Besondere: Es braucht 15 Jahre, um durch das Gestein bis zur Brennerei zu fließen. Historisch sind die Ochil Hills bekannt für Goldvorkommen. Man sagt daher, in jedem Tropfen Tullibardine steckt buchstäblich „Highland Gold“.
Nach einigen Besitzerwechsel gehört Tullibardine seit 2011 zum französischen Konzern Picard Vins & Spiritueux
Der „Picard“-Vorteil: Da die Eigentümer (Familie Picard) renommierte Winzer aus dem Burgund sind, hat Tullibardine einen unfairen Vorteil: Zugang zu den besten Fässern. Während andere Brennereien Fässer zukaufen müssen, bekommt Tullibardine erstklassige Sauternes-, Burgunder- und Chateauneuf-du-Pape-Fässer direkt aus dem eigenen Familiennetzwerk.
Die Terroirs Distillers Familie: Tullibardine ist nicht mehr nur „die Brennerei am Tor zu den Highlands“. Sie ist jetzt das Herzstück einer globalen Whisky-Allianz.
Muttergesellschaft: Terroirs Distillers (Picard Vins & Spiritueux) – eine französische Winzerfamilie.
Die Schwester aus Neuseeland: Pokeno Distillery (seit Kurzem Teil der Gruppe). Bekannt für mutige Reifungen im subtropischen Klima.
Der irische Neuzugang: Ballina Distillery (ehemals Connacht Distillery). Seit Ende 2024/Anfang 2025 neu aufgestellt und in die Familie integriert.