Ben Wyvis

Der ultra-rare Geist der Invergordon-Brennerei

Die Ben Wyvis Distillery (nicht zu verwechseln mit einer gleichnamigen historischen Brennerei aus dem 19. Jahrhundert in Dingwall) nimmt in der Whiskywelt einen fast schon mystischen Status ein. Sie war keine freistehende Destillerie, sondern eine eigenständige Malt-Brennerei, die innerhalb des riesigen Invergordon-Grain-Brennereikomplexes in den Highlands betrieben wurde. Mit einer aktiven Produktionszeit von kaum mehr als einem Jahrzehnt gehört Ben Wyvis zu den seltensten Single Malts der gesamten schottischen Whiskygeschichte.

Das In-House-Experiment der Invergordon-Gruppe

Gegründet wurde Ben Wyvis im Jahr 1965 von der Betreibergesellschaft Invergordon Distillers. Das Ziel war rein pragmatisch: Man wollte am eigenen, gigantischen Grain-Standort in Invergordon auch eigenen Malt Whisky produzieren, um diesen flexibel für die hauseigenen Blends (wie den Whyte & Mackay) nutzen zu können.

  • Der Aufbau: Es wurden zwei traditionelle Pot Stills installiert.
  • Die Besonderheit: Um den Charakter des Whiskys exakt zu steuern, stattete man die Brennblasen mit sogenannten Lomond Stills aus. Diese Brennblasen besitzen im Hals verstellbare Kupferplatten, mit denen der Rückfluss des Alkohols reguliert werden kann. Das erlaubte es, je nach Einstellung einen schwereren oder leichteren Whisky-Stil zu erzeugen.

Der Name wurde von dem markanten Berg Ben Wyvis (1.046 Meter) entlehnt, der die Landschaft der Region Easter Ross majestätisch dominiert.

Das verdammt frühe Ende

Das Experiment war von kurzer Dauer. Im Zuge von Rationalisierungen und einer sich abzeichnenden Überproduktion am schottischen Markt entschied die Konzernleitung bereits im November 1976, die Malt-Produktion in Invergordon komplett einzustellen.

Die Brennerei wurde nach nur 11 Jahren geschlossen und die Apparaturen zügig demontiert. Die beiden markanten Lomond-Brennblasen ereilte jedoch ein spannendes zweites Leben: Sie wurden abgebaut und an die Glengyle Distillery in Campbeltown verkauft, wo sie noch heute bei der Produktion des Kilkerran Whiskys im Einsatz sind.

Der Whisky heute: Einer der seltensten Single Malts der Welt

Da Ben Wyvis fast ausschließlich für die Blend-Industrie produziert wurde, gab es während der aktiven Laufzeit der Brennerei keine einzige offizielle Single-Malt-Abfüllung. Nahezu die gesamten Bestände wurden spurlos vermählt.

Erst Jahrzehnte später kamen die winzigen, verbliebenen Restbestände ans Licht:

  • Die offiziellen Raritäten: Der Eigentümer Whyte & Mackay brachte zwischen 1999 und 2002 drei legendäre, offizielle Vintage-Abfüllungen (Jahrgänge 1965, 1968 und 1972) im Alter von über 30 Jahren heraus.
  • Unabhängige Abfüller: Nur ganz vereinzelt gelangten Fässer an unabhängige Häuser wie Signatory Vintage.

Flaschen von Ben Wyvis erzielen auf internationalen Auktionen astronomische Preise im vier- bis fünfstelligen Bereich. Eine Flasche zu besitzen oder auch nur zu verkosten, gleicht in der Whisky-Community einem Lottogewinn.

Das Geschmacksprofil:

  • Aroma: Sehr komplex, intensiv kräuterig, Heidehonig, getrocknete Früchte und eine dezente, alte Holzwürze.
  • Geschmack: Ölig und schwer auf der Zunge, Noten von dunklem Toffee, reifen Pflaumen, Mokka, gefolgt von einer ausgeprägten Erdigkeit.
  • Abgang: Enorm langanhaltend, trocken, von Eichenholz und feinen Gewürzen geprägt.

Springbank

Springbank Logo

Die Springbank Brennerei ist eine der ältesten und traditionsreichsten Whiskybrennereien in Schottland. Sie liegt auf der Halbinsel Kintyre, in der Region Campbeltown, die einst über 30 Brennereien beherbergte. Heute sind nur noch drei davon aktiv: Springbank, Glen Scotia und Glengyle.

Springbank ist seit 1837 im Besitz der Familie Mitchell und hat sich ihre Unabhängigkeit bis heute bewahrt. Sie ist auch eine der wenigen Brennereien, die mehr als einen Single Malt herstellen – neben dem leicht getorften Springbank gibt es hier auch den ungetorften Hazelburn und den stark getorften Longrow.

Springbank zeichnet sich durch eine besondere Art der Destillation aus, die als zweieinhalbfach bezeichnet wird. Das bedeutet, dass der Nachlauf aus dem ersten Brennvorgang gesammelt und dreimal, der Rest jedoch nur zweimal gebrannt wird. Dadurch entsteht ein komplexer und vielschichtiger Whisky, der sowohl fruchtige als auch rauchige Noten aufweist.

Springbank verwendet ausschließlich Malz aus der eigenen Mälzerei, das für diesen Whisky leicht getorft wird und etwa 7–8 ppm Phenol enthält. Außerdem wird auf Kaltfiltrierung und die Verwendung von Farbstoffen verzichtet. Der Whisky reift vorwiegend in wiederbefüllten Bourbon-Fässern, aber auch in Sherry- oder Rumfässern.

Springbank bietet verschiedene Standardabfüllungen an, wie den 10- und 15-jährigen mit jeweils 46 Vol.-%. Daneben gibt es auch limitierte Editionen, die in unterschiedlichen Fasstypen oder mit verschiedenen Altersangaben abgefüllt werden.

Springbank ist ein Whisky für Kenner und Liebhaber, der die Geschichte und das Handwerk von Campbeltown widerspiegelt. Er ist einzigartig, vielfältig und voller Charakter – genau wie die Springbank Brennerei selbst.

Glengyle

Glengyle ist eine 1872 von William Mitchell gegründete und 1873 fertiggestellte Whiskybrennerei. Die Brennereigebäude sind in den schottischen Denkmallisten in die Kategorie B einsortiert. Als in den 1910er Jahren die Whiskybranche von der wirtschaftlichen Depression und der Prohibition in den USA getroffen wurde, musste in der Folge die Destillerie wegen der schlecht laufenden Geschäfte 1919 verkauft werden. Nur kurze Zeit später, 1924, wechselte die Brennerei erneut den Besitzer.

Ende 2000 wurde die Brennerei durch Mitchell’s Glengyle Ltd. wieder in Stand gesetzt und modernisiert. Geleitet wird die Brennerei seither von Hedley Wright, der ein Nachfahre des Firmengründers William Mitchell ist und bereits die ebenfalls in Campbeltown liegende Brennerei Springbank leitet. Die Brennblasen bezog man von der Brennerei Ben Wyvis, die dort nur wenige Jahre im Einsatz waren, bevor sie 1976 geschlossen wurde. (Wikipedia)

Einige Whiskyexperten behaupten sogar, dass Glengyle den besten Ben Wyvis Whisky herstellt 😉 Der Single Malt von Ben Wyvis konnte nämlich seinerzeit nicht wirklich durch hohe Qualität überzeugen. Die horrenden Preise für die seltenen Whiskys kommen also nur die die geringe Verfügbarkeit und durch die hohe Nachfrage nach „lost distillerys“ zu Stande. 

Bunnahabhain

Bunnahabhain (Schottisch-Gälisch: Bun na h-abhainn (gesprochen) Búnăhávin für Ursprung des Flusses (die Brennerei bezieht ihr Wasser von der Margadalequelle)) ist eine Malzwhiskybrennerei in Bunnahabhain bei Port Askaig auf der Isle of Islay, Schottland. Die Gebäude der Brennerei sind in den schottischen Denkmallisten in der Kategorie C eingeordnet. (Wikipedia)

Kilchoman

Kilchoman ist eine der jüngsten Whiskybrennereien Schottlands und eine von neun noch aktiven Whisky-Destillerien auf der Hebriden-Insel Islay in Schottland.
Die Kilchoman-Destillerie befindet sich im Nordwesten der Insel Islay und ist die einzige Destillerie der Insel, die nicht direkt am Meer liegt. Bis zur Gründung der Abhainn Dearg-Destillerie auf der Insel Lewis im Jahr 2008 war sie die westlichst gelegene Destillerie Schottlands. Zudem war sie zum Zeitpunkt ihrer Gründung im Jahr 2005 die erste neu gegründete Whiskybrennerei auf Islay seit 124 Jahren. Die Brennerei nahm ihre Produktion im Juni 2005 auf; das erste Fass wurde am 14. Dezember 2005 abgefüllt. Am 9. September 2009 – nach der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestreifezeit im Fass von drei Jahren – brachte die Brennerei ihren ersten Whisky, den so genannten Inaugural Release, auf den Markt. Die erste davon verkaufte Flasche erzielte bei einer Auktion einen Verkaufserlös in Höhe von 5400 Pfund. Auch die weiteren Flaschen des Inaugural Release erzielen unter Sammlern sehr hohe Preise.

(Wikipedia)

Oban (Whiskybrennerei)

Oban ist eine Whiskybrennerei in Oban, Argyll, Schottland. Sie gehört zum Spirituosenkonzern Diageo (ehemals United Distillers), der Whisky wird als Teil der Classic-Malts-Serie des Konzerns vermarktet. Die Brennereigebäude sind in den schottischen Denkmallisten in die Kategorie B einsortiert. (Wikipedia)

Glenkinchie

Glenkinchie ist eine Whiskybrennerei bei Pencaitland, East Lothian, Schottland. Die Brennerei gehört zum Spirituosenkonzern Diageo (ehemals United Distillers), der Whisky wird als Teil der Classic Malts Serie des Konzerns vermarktet. Die Brennereigebäude sind teilweise in den schottischen Denkmallisten in die Kategorie B einsortiert. (Wikipedia)

Talisker

Die Talisker-Brennerei ist eine Destillerie für Whisky auf der Insel Skye in Schottland. Die Brennerei gehört zum Spirituosenkonzern Diageo (ehemals United Distillers), der Whisky wird als Teil der Classic-Malts-Serie des Konzerns vermarktet. (Wikipedia)

Laphroaig

Laphroaig ist eine bekannte Marke von Single Malt Scotch Whisky, die auf der Insel Islay produziert wird. Der Whisky hat einen sehr charakteristischen rauchigen Geschmack, der durch die Verwendung von torffeuergeräuchertem Gerstenmalz erzielt wird. Laphroaig ist eine der wenigen Marken, die das Recht hat, das Prädikat „Royal Warrant“ zu führen, was bedeutet, dass sie von Mitgliedern der britischen Königsfamilie bevorzugt wird. Der Name Laphroaig stammt aus dem Gälischen und bedeutet „schöne grüne Bucht“, was auf die Lage der Destillerie an der Küste von Islay hinweist.

Laphroaig ist eine der ältesten und bekanntesten Brennereien auf der Insel Islay in Schottland. Die Brennerei wurde 1815 von Alexander und Donald Johnston gegründet und ist inzwischen im Besitz von Beam Suntory. Im Laufe der Jahre hat Laphroaig viele Auszeichnungen für seine Whiskys gewonnen und hat eine treue Anhängerschaft unter Whisky-Liebhabern auf der ganzen Welt.

Caol Ila

Die Caol-Ila-Brennerei ist eine Destillerie für Whisky auf der schottischen Insel Islay. Sie produziert verschiedene Single-Malt-Whiskys, darunter auch einen der elf Classic Malts des Konzerns Diageo.