West Cork Distillers

Die West Cork Distillers Brennerei wurde im Jahr 2003 von Denis McCarthy, Ger McCarthy & John O’Connell in Union Hall, West Cork gegründet. Im Jahr 2013 übersiedelte die Brennerei an den aktuellen Standort in Skibbereen. In der Brennerei befinden sich vier Brennblasen, zwei schwedische Wash-Stills und zwei deutsche Spirit-Stills. Neben Whiskey (Grain & Malt) werden dort auch Gin, Wodka und Liköre hergestellt.

St. Kilian Distillers

st. kilian distillers logo

Schottische Tradition trifft deutsche Handwerkskunst

Kurzprofil / Steckbrief

  • Name: St. Kilian Distillers GmbH
  • Standort: Rüdenau, Unterfranken (Bayern), Deutschland
  • Gründung: 2012 (Erster New Make: 2016)
  • Gründer: Andreas Thümmler, David F. Hynes
  • Master Distiller: Mario Rudolf
  • Brennblasen: 2 Copper Pot Stills (von Forsyths aus Schottland)
  • Produktionsvolumen: Ausgelegt auf eine Kapazität von bis zu 400.000 Litern Alkohol pro Jahr (eine der größten Whisky-Destillerien Deutschlands)
  • Website: www.stkiliandistillers.com

Die Geschichte: Ein irisch-deutsches Märchen in Franken

Die Geschichte von St. Kilian beginnt mit einer kühnen Vision: Einen deutschen Single Malt Whisky zu kreieren, der sich vor den großen schottischen Vorbildern nicht verstecken muss. Der Investmentbanker und Whisky-Liebhaber Andreas Thümmler kaufte 2012 eine alte Textilfabrik im beschaulichen Rüdenau in der Nähe von Miltenberg. Gemeinsam mit dem irischen Whisky-Experten David F. Hynes (ehemals Cooley Distillery) und dem passionierten Braumeister und heutigen Master Distiller Mario Rudolf bauten sie eine hochmoderne Brennerei nach schottischem Vorbild auf.

Im Frühjahr 2016 floss schließlich der erste „New Make“ (Rohbrand) aus den Brennblasen. Benannt wurde die Destillerie nach dem Heiligen Kilian, einem irischen Wanderbischof, der im 7. Jahrhundert in Franken wirkte – eine perfekte symbolische Brücke zwischen der irisch-schottischen Whisky-Historie und der fränkischen Heimat.

Die Produktion: Kompromisslose Qualität nach schottischem Vorbild

St. Kilian macht keine halben Sachen, wenn es um die Herstellung geht. Der Produktionsprozess ist stark von schottischen Traditionen geprägt:

  • Die Mühlen und Maische: Verwendet wird hochwertiges Malz, teils ungetorft, teils getorft (Import aus den schottischen Highlands).
  • Gärung (Fermentation): Eine extrem lange Fermentationszeit in hölzernen Washbacks (Gärbottichen) aus nordamerikanischer Douglasie sorgt für besonders fruchtige und komplexe Aromen schon vor der Destillation.
  • Destillation: Das Herzstück der Anlage sind die kupfernen Brennblasen, die von der renommierten schottischen Kupferschmiede Forsyths maßgefertigt wurden. Destilliert wird zweifach in einer 6.000-Liter Wash Still und einer 4.000-Liter Spirit Still.

Die Lagerung: Bunker-Romantik und eine gigantische Fassvielfalt

Ein echtes Alleinstellungsmerkmal von St. Kilian ist die Fasslagerung. Master Distiller Mario Rudolf ist bekannt für sein herausragendes Fassmanagement. Die Whiskys reifen nicht nur auf dem Destillerie-Gelände, sondern zu einem großen Teil in ehemaligen, meterdickwandigen NATO-Munitionsbunkern im nahegelegenen Odenwald. Das dortige Klima bietet perfekte Bedingungen für die Reifung.

In den Bunkern lagern mittlerweile zehntausende Fässer in über 300 verschiedenen Fassarten. Von klassischen Ex-Bourbon- und diversen Sherry-Fässern (Oloroso, Pedro Ximénez, Fino) bis hin zu exotischen Wein-, Rum-, Cognac- oder Amarone-Fässern ist alles vertreten. Diese Vielfalt ermöglicht es St. Kilian, eine enorme Bandbreite an Geschmacksprofilen zu kreieren.

Bekannte Abfüllungen und Serien

Das Portfolio von St. Kilian ist breit aufgestellt und enorm kreativ:

  • Die Signature Editions: Mit dieser nummerierten Serie (z.B. One, Two, Three…) hat St. Kilian seinen Ruf aufgebaut. Jede Edition beleuchtet eine andere Fasskombination und zeigt die Entwicklung der Destillerie.
  • Core Range (Classic & Peated): Die Standard-Abfüllungen, die dauerhaft verfügbar sind und die DNA der Brennerei perfekt widerspiegeln. Meist eine milde, fruchtige Variante und eine kräftig-rauchige.
  • Bud Spencer & Terence Hill: Durch clevere Lizenzpartnerschaften produziert St. Kilian äußerst erfolgreiche Abfüllungen (sowohl Whisky als auch Liköre) zu Ehren des legendären Film-Duos.
  • Heavy Metal Editionen: Musik-Fans kommen ebenfalls auf ihre Kosten, unter anderem durch spektakuläre Kooperationen mit Bands wie Grave Digger oder Judas Priest.

Glengoyne

Glengoyne Distillery

Glengoyne (aus gälisch „Glen Guin“ Tal der Wildgänse) ist eine Whiskybrennerei südlich von Killearn, Schottland, in den Campsie Hills in den südlichen Highlands.

Bereits seit über 200 Jahren wird vor Ort Whisky hergestellt – zunächst illegal (aufgrund der hohen Steuern), nach Wegfall der Steuern wurde die Destillerie mit dem Namen Burnfoot of Dumgoyne 1833 legalisiert. Erster Eigner wurde George Connell. 1876 wurde Glengoyne von den Gebrüdern Lang aus Glasgow aufgekauft und 1905 in Glengoyne umbenannt, in den 1960er-Jahren von der Edrington Group und 2003 von der Ian Macleod Distillers Limited. Damit befindet sich die Destillerie als eine von nur noch sehr wenigen noch immer in unabhängigem schottischen Familienbesitz. Auf der Straße (West Highland Way), die das Brennhaus mit den Stills von ihren Lagerhäusern trennt, verläuft die Grenze zwischen den Highlands und den Lowlands. Die Destillerie liegt auf der Highlands-Seite. Es werden verschiedene Führungen, einige davon mit Verkostung, angeboten. Weiterhin existiert ein großer Shop, in dem neben den Produkten der Brennerei auch Souvenirs erworben werden können.(Wikipedia)

MGP Distillery

Die MGP Distillery, ehemals Seagram’s Distillery ist eine Brennerei für Whiskey (Bourbon Whiskey, Corn Whiskey, Wheat Whiskey, Rye Whiskey), Rum, Gin und Industriealkohol in Lawrenceburg, Indiana, die zum Lebensmittelhersteller MGP Ingredients gehört. Die Distillery vertreibt den Whiskey nicht unter eigenem Label, sondern liefert Whiskey an andere Unternehmen, die diesen abfüllen und unter eigenem Namen verkaufen oder weiterverarbeiten und abfüllen. Die Produkte von MGP dienen als Grundstoff für viele Blended Whiskeys, werden als Premiummarken verkauft und landen auch in vielen „Craft“-Whiskeys kleinerer Unternehmen. (Wikipedia)

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New Midleton Distillery

Die New Midleton Distillery ist eine irische Whiskeybrennerei in Midleton, County Cork. Die Brennerei gehört zum internationalen Mischkonzern Pernod Ricard.

Midleton ist Irlands größte Whiskeybrennerei und der Produktionsort vieler bekannter Marken: Jameson, Midleton, Writers Tears, Powers, Redbreast,  The Irisman, Green Spot, Yellow Spot usw.

Bis 2014 wurde bei Midleton auch der bekannte Tullamore DEW hergestellt. Nach der Markenübernahme durch William Grant & Sons (Glenfiddich) wurde nach über 60 Jahren wieder eine eigene Brennerei in Tullamore errichtet.

Lochside

Die legendäre Single-Blend-Schmiede der Highlands

Die Lochside Distillery in Montrose, Angus (Highlands), nimmt in den Herzen von Whiskysammlern einen ganz besonderen Platz ein. Als eine der markantesten Lost Distilleries Schottlands steht der Name Lochside heute für extrem charakterstarke, fruchtige Whiskys, die in ihrer Komplexität kaum noch einmal zu finden sind. Die Geschichte dieser Brennerei ist untrennbar mit dem visionären, aber exzentrischen Joseph W. Hobbs verbunden.

Die Anfänge: Von der Brauerei zur doppelten Destillerie

Wie so oft in der schottischen Industriegeschichte startete das Gelände nicht als Brennerei. Bereits 1781 wurde an dem Standort die Deuchar’s Lochside Brewery errichtet. Über 170 Jahre lang wurde hier erfolgreich Bier gebraut, bis die Brauerei in den 1950er-Jahren stillgelegt wurde.

Im Jahr 1957 kaufte Joseph W. Hobbs das markante, mit einem weithin sichtbaren Turm ausgestattete Gebäude. Hobbs war kein Unbekannter: Ihm gehörte bereits die Ben Nevis Distillery in Fort William, wo er erfolgreich mit der parallelen Produktion von Malt und Grain Whisky experimentiert hatte. Dieses bahnbrechende Konzept übertrug er sofort auf Lochside:

  • Er installierte eine riesige, knapp 20 Meter hohe Coffey Still für die Produktion von Grain Whisky.
  • Zusätzlich baute er vier Pot Stills für die Herstellung von traditionellem Single Malt Whisky ein.

Das Besondere daran: Lochside konnte dadurch alle Komponenten für einen Scotch Blend vor Ort aus einer Hand produzieren. Hobbs kreierte so den hauseigenen Blend namens Macnab’s.

Spanischer Einfluss und das „Goldene Zeitalter“

Nach dem Tod von Hobbs im Jahr 1964 übernahm sein Sohn das Ruder, bevor die Brennerei 1973 an den spanischen Spirituosenkonzern Destilerias y Crianza del Whisky (DYC) verkauft wurde. Die Spanier brauchten riesige Mengen schottischen Whiskys, um sie nach Spanien zu exportieren und dort mit lokalem Destillat zu verschneiden, da der Whisky-Boom auf der iberischen Halbinsel damals gigantisch war.

Unter der Führung von DYC (die später von Allied Domecq geschluckt wurden) wurde die Grain-Produktion im Jahr 1973 eingestellt und die monumentale Coffey Still abgebaut. Ab diesem Zeitpunkt konzentrierte sich Lochside rein auf die Produktion eines erstklassigen Highland Single Malts.

Das bittere Ende und der Abriss

Das Schicksal von Lochside besiegelte sich in den frühen 1990er-Jahren. Im Zuge von weltweiten Konzernumstrukturierungen und einer temporären Absatzkrise auf dem Whiskymarkt wurde die Produktion am 30. April 1992 endgültig eingestellt.

  • 1997: Die Lagerhäuser werden geleert, die verbliebenen Fässer in andere Destillerien umgelagert.
  • 2005: Nach jahrelangem Leerstand brennt ein Teil der historischen Gebäude aus (ein trauriges Schicksal, das Lochside mit Littlemill teilt).
  • 2006: Die Ruinen und der markante Brauereiturm werden komplett abgerissen. Heute befindet sich auf dem Gelände ein Supermarkt.

Lochside Whiskys heute: Flüssiges Gold für Genießer

Da es seit 1992 keinen neuen Output mehr gibt und der Großteil der Destillate in Blends verschwand, sind Single-Malt- oder Single-Grain-Abfüllungen von Lochside extrem selten und teuer. Ein unabhängiges Release von Lochside (oft zu finden bei namhaften Abfüllern wie Gordon & MacPhail oder Signatory Vintage) gilt heute unter Genießern als absoluter Geheimtipp.

Achte bei alten Lochside-Abfüllungen besonders auf die Jahrgänge vor 1973: Gelegentlich tauchen unabhängige Abfüllungen auf, die als „Single Blend“ deklariert sind. Hier wurden Malt und Grain aus derselben Destillerie bereits als New Make (frisches Destillat) gemeinsam in ein Fass gefüllt und durften dort über Jahrzehnte miteinander vermählen – eine absolute Rarität auf dem Weltmarkt.

Das Geschmacksprofil:

  • Malt: Berühmt für eine regelrechte Explosion von tropischen Früchten (Maracuja, Mango, reife Banane), gepaart mit einer wunderbaren Wachsigkeit und sanften Getreidenoten.
  • Grain: Extrem cremig, dominant in Richtung Vanillepudding, Kokosraspel, Toffee und weißem Pfeffer.

Scapa

Scapa ist eine Whiskybrennerei in St. Ola am Scapa Flow auf der Insel Mainland der Orkney, Schottland, Großbritannien.

Geschichte:
Die Brennerei wurde 1885 durch John T. Townsend und MacFarlane auf dem Gelände einer ehemaligen Mühle errichtet und nahm im Oktober des gleichen Jahres ihren Betrieb auf. 1919 wurde sie von der Scapa Distillery Company Limited übernommen. Zwischen 1934 und 1936 wurde nicht produziert, danach ging sie an Bloch Brothers Limited, die sie 1954 an Hiram Walker & Sons verkauften, die die Brennerei grundlegend renovierten und neue Brennblasen einbauen ließen. Seit 1959 wird eine Lomond Wash Still benutzt. Anfänglich war es der kleine, 1956 gebaute, Prototyp, der erst bei Inverleven für die Produktion von Lomond und dann kurze Zeit bei Glenburgie für die Produktion von Glencraig zum Einsatz kam.

1971 wurde sie durch eine doppelt so große Version ersetzt. Heute ist Scapa die einzige Single-Malt-Whisky-Destillerie, die noch eine Lomond still verwendet, allerdings wurden die verstellbaren Scheiben entfernt. Dadurch ist es nicht mehr möglich, den Rücklauf sehr fein zu kontrollieren, aber man spart sich das sehr aufwändige Reinigen der Scheiben. 1994 wurde die Brennerei stillgelegt; von 1997 bis November 2004 wurde sie aber von Zeit zu Zeit durch die Arbeiter von Highland Park in Betrieb genommen, die im Ausgleich die Lagerhäuser mitbenutzen durften. Seit Ende 2004 wird die Destillerie wieder voll betrieben.

Die Brennerei befindet sich aktuell im Besitz von Pernod Ricard.

(Wikipedia)

Cooley Distillery

Die Cooley Distillery galt bis Dezember 2011 als die einzige unabhängige Whiskey-Brennerei Irlands. Sie wurde 1987 von John Teeling in Riverstown gegründet. Im Dezember 2011 wurde Cooley von Jim Beam für 95 Mio. US-$ gekauft. (Wikipedia)

Im Jahr 2014 wurde dann Jim Beam von der Suntory Gruppe übernommen. Damit befindet sich die Cooley Brennerei auch in japanischem Besitz.