Macduff (Whiskybrennerei)

Macduff ist eine Whiskybrennerei in Banff, Banffshire, Schottland. Sie liegt am der Stadt gegenüberliegenden Ufer des Deveron. Sie gehört zur Whiskyregion Highlands, wird jedoch manchmal auch der Speyside zugerechnet.
Macduff wurde 1960 von den Geschäftsleuten Brodie Hepburn, Marty Dykes und George Crawford gegründet. 1972 wurde sie von William Lawson (einer 1849 in Dundee gegründeten Whiskyhandlung) übernommen und 1980 in den Martini-Konzern eingegliedert. Dieser gehört seit 1993 zu Bacardi.

Single-Malt-Abfüllungen unter dem Namen Macduff sind nur von unabhängigen Abfüllern bekannt. Originalabfüllungen kommen seit 2015 unter dem Namen The Deveron in den Handel. (Wikipedia)

Littlemill

Die Littlemill Distillery gehört zu den faszinierendsten und zugleich tragischsten Kapiteln der schottischen Whiskygeschichte. Gelegen in Bowling, West Dunbartonshire, gilt sie vielen Experten als eine der ältesten offiziellen Destillerien Schottlands. Heute trägt Littlemill stolz den Status einer Lost Distillery (geschlossene Brennerei). Die verbliebenen, raren Abfüllungen sind unter Sammlern und Genießern weltweit heiß begehrt und wahre Raritäten auf dem Whiskymarkt.

Die Geschichte von Littlemill: Eine der ältesten Brennereien Schottlands

Die Wurzeln der Littlemill Brennerei reichen weit zurück. Offiziellen Aufzeichnungen zufolge wurde sie im Jahr 1772 gegründet, doch es gibt Hinweise darauf, dass vor Ort bereits deutlich früher – eventuell ab 1750 – illegal Whisky gebrannt wurde. Littlemill lag geografisch an der Grenze zwischen den Highlands und den Lowlands, wurde jedoch traditionell den Lowlands zugeordnet.

Über die Jahrhunderte wechselte die Destillerie mehrfach den Besitzer. Zu den prägendsten Figuren gehörte Duncan Thomas, der die Brennerei in den 1930er- Jahren übernahm. Thomas war ein Innovator der Whisky-Industrie: Er führte bei Littlemill neue, innovative Brennblasen ein (eine Kombination aus Pot Stills mit Rektifikationskolonnen), die es erlaubten, den Alkoholgehalt und den Stil des Whiskys präzise zu steuern.

Einzigartiger Brennstil und historische Gebäude

Im Gegensatz zu vielen typischen Lowland-Destillerien, die für ihre dreifache Destillation bekannt sind, setzte Littlemill über weite Strecken auf eine zweifache Destillation, experimentierte jedoch temporär mit verschiedenen Stilen. Unter anderem wurden hier drei völlig unterschiedliche Whiskys produziert:

  • Littlemill: Der klassische, leicht florale und fruchtige Lowland-Single-Malt.
  • Dunglas: Ein stark getorfter (peated) Single Malt (produziert bis 1972).
  • Bowling: Eine besonders leichte Variante.

Auch architektonisch war die Anlage von historischer Bedeutung. Einzelne erhaltene Gebäude der Brennerei zeugen von der traditionellen Industriearchitektur und wurden aufgrund ihres historischen Wertes in die schottischen Denkmallisten der Kategorie B einsortiert (Statutory List of Buildings of Special Architectural or Historic Interest).

Das tragische Ende einer Ära

Nach einer wechselvollen Geschichte und mehreren Schließungen wurde die Produktion im Jahr 1994 endgültig eingestellt. Das endgültige, traurige Aus für die physische Brennerei folgte jedoch erst zehn Jahre später: Im Jahr 2004 zerstörte ein verheerendes Großfeuer die historischen Gebäude nahezu vollständig. Was nicht vom Feuer vernichtet wurde, musste im Anschluss abgerissen werden. Heute stehen am ehemaligen Standort in Bowling Wohngebäude – nur wenige Überreste erinnern noch an die einstige Whisky-Ikone.

Littlemill Single Malt heute: Begehrte Raritäten für Sammler

Da die Destillerie physisch nicht mehr existiert und keine neuen Fässer mehr befüllt werden können, sind die verbleibenden Bestände streng limitiert. Die verbliebenen Fassreserven werden heute von der Loch Lomond Group verwaltet, die in unregelmäßigen Abständen streng limitierte, hochpreisige Originalabfüllungen im Alter von über 25, 30 oder gar 40 Jahren auf den Markt bringt.

Typisches Geschmacksprofil von Littlemill Whiskys:

  • Aroma: Frisch, floral, Noten von Zitrusfrüchten, grünem Apfel und sanftem Honig.
  • Geschmack: Leicht und cremig auf der Zunge, mit Nuancen von Vanille, Malz, subtilen Gewürzen und einer typisch grasigen Lowland-Note.
  • Abgang: Mittellang, sauber, mit einer eleganten Trockenheit und sanften Eichennoten.

Für Whiskyliebhaber ist die Verkostung eines Littlemill Single Malts wie eine Zeitreise in die Vergangenheit der schottischen Brennkunst – ein flüssiges Denkmal einer unvergessenen Destillerie.

Ein Paradies für Künstler

Als der berühmte Whisky-Chronist Alfred Barnard die Brennerei Mitte der 1880er-Jahre für sein Buch „The Whisky Distilleries of the United Kingdom“ besuchte, zeigte er sich nicht nur von der Technik, sondern vor allem von der idyllischen Lage in Bowling am Fuße der Kilpatrick Hills begeistert. Er beschrieb die Umgebung wegen ihrer sanften Hügel, der mit Sommerrosen bewachsenen Hecken und der klaren Bergbäche als „…a perfect paradise to artists“ (ein perfektes Paradies für Künstler). Zu dieser Zeit produzierte Littlemill unter der Leitung der Familie Hay rund 150.000 Gallonen Whisky pro Jahr.

Glen Moray

Glen Moray Distillery ist eine Speyside-Brennerei, die Single Malt Scotch Whisky produziert. Sie liegt am Ufer des Flusses Lossie in Elgin, Moray und begann im September 1897 mit der Produktion. Die Brennerei wurde ursprünglich als Brauerei erbaut und 1897 in eine Brennerei umgewandelt.

Die Glen Moray Distillery bietet Führungen an, bei denen man die Realität der Malt Whisky-Destillation entdecken kann. Das Besondere an Glen Moray ist, dass der Tourguide einer der Handwerker der Brennerei selbst sein könnte.

Glen Moray produziert eine breite Palette von Single Malt Whiskys. Dazu gehören traditionelle Drams und interessante Fass-Finishes. Die Whiskys sind in verschiedenen Kollektionen erhältlich, darunter Classic, Heritage, Curiosity und Signature Travel Retail. Jede Kollektion bietet eine einzigartige Auswahl an Whiskys, die für jeden Geschmack etwas bieten.


Balvenie

Balvenie Distillery

Balvenie Distillery ist eine Whiskybrennerei bei Dufftown, Banffshire, (Speyside) Schottland, Großbritannien und gehört zu William Grant & Sons – ist damit also eine Schwesterbrennerei von Glenfiddich.

Tullibardine

Tullibardine

Michael Kramer (CC BY-SA 3.0)

Die Geschichte von Tullibardine

Lange bevor 1949 die Brennblasen angefeuert wurden, schrieb dieser Ort Geschichte. Im Jahr 1488 kaufte König James IV. hier Bier in der lokalen Brauerei – auf dem Rückweg von seiner Krönung. Damit ist der Standort eine der ältesten dokumentierten Stätten der Alkoholproduktion in Schottland.

Tullibardine ist seit 1949 eine Single Malt Whisky Brennerei in den schottischen Highlands. Die Kapazität beträgt aktuell ca. 2.7 Mio lt Alkohol im Jahr.

Das Wasser vom Danny Burn: Das Wasser für Tullibardine fließt von den Ochil Hills herab. Das Besondere: Es braucht 15 Jahre, um durch das Gestein bis zur Brennerei zu fließen. Historisch sind die Ochil Hills bekannt für Goldvorkommen. Man sagt daher, in jedem Tropfen Tullibardine steckt buchstäblich „Highland Gold“.

Nach einigen Besitzerwechsel gehört Tullibardine seit 2011 zum französischen Konzern Picard Vins & Spiritueux

Der „Picard“-Vorteil: Da die Eigentümer (Familie Picard) renommierte Winzer aus dem Burgund sind, hat Tullibardine einen unfairen Vorteil: Zugang zu den besten Fässern. Während andere Brennereien Fässer zukaufen müssen, bekommt Tullibardine erstklassige Sauternes-, Burgunder- und Chateauneuf-du-Pape-Fässer direkt aus dem eigenen Familiennetzwerk.

Die Terroirs Distillers Familie: Tullibardine ist nicht mehr nur „die Brennerei am Tor zu den Highlands“. Sie ist jetzt das Herzstück einer globalen Whisky-Allianz.

  • Muttergesellschaft: Terroirs Distillers (Picard Vins & Spiritueux) – eine französische Winzerfamilie.

  • Die Schwester aus Neuseeland: Pokeno Distillery (seit Kurzem Teil der Gruppe). Bekannt für mutige Reifungen im subtropischen Klima.

  • Der irische Neuzugang: Ballina Distillery (ehemals Connacht Distillery). Seit Ende 2024/Anfang 2025 neu aufgestellt und in die Familie integriert.


 

Highland Park (Whiskybrennerei)

Die Highland Park-Brennerei ist eine Whiskybrennerei in Kirkwall auf der Orkney-Insel Mainland in Schottland, Großbritannien. Sie ist die nördlichste Whiskybrennerei Schottlands. Die Brennereigebäude sind in den schottischen Denkmallisten in die Kategorie B einsortiert. (Wikipedia)

Ardmore (Whiskybrennerei)

Ardmore ist eine Whiskybrennerei bei Kennethmont, Aberdeenshire, Schottland, Großbritannien. Die Brennereigebäude sind in den schottischen Denkmallisten in die Kategorie B einsortiert. (Wikipedia)