Killowen The Dalriadan – Part 2 of 2

Whiskeyfreitag, mal wieder was aus Irland, nein, das stimmt jetzt nicht ganz, wir sind nur zum Teil in (Nord)Irland, zum anderen Teil in Schottland. Ja, es gibt wieder einen dieser schönen Hybridwhiskeys.

Von Killowen hatten wir ja schon mal den ersten Teil des Dalriadan in einer der Notes des letzten Jahres. Und wenn auf einer Flasche draufsteht „Part 1 of 2“, dann geht der geneigte Connaisseur (Wie gendert man dieses Wort richtig? Die Frage ist ernst gemeint.) natürlich auch davon aus, dass es einen „Part 2 of 2“ geben muss.

Da lässt sich Brendan Carty natürlich nicht lumpen und bringt eben auch den zweiten Teil raus. Waren beim ersten Teil noch 40% des Whisk(e)ys von Caol Ila und 60% von Bushmills (vermutlich), dann ist dieses Mal das Verhältnis genau umgekehrt. Es handelt sich also um einen Blended Malt

Die Geschichte hinter dem Whiskey hatten wir schon in der früheren Verkostung, es geht um das antike Königreich Dál Riata, Wikipedia weiß mehr darüber.

Wenn jetzt jemand wieder sagt, dass man die Whiskys aus den Großbrennereien nicht trinken kann weil Massenware und so, dann seien dieser Person natürlich die Erzeugnisse aus der kleinen Microdestillerie Macallan ans Herz gelegt. Dieser Absatz ist nicht ganz ernst gemeint, ihr wisst schon, worauf ich hinauswill.

Der Islay Malt blieb 11 Jahre im ex-Bourbon Cask, der Bushmills wurde für die Dauer von 3 Jahren in Ex-Oloroso-Fässern gefinisht. Dann gab es nach der Vermählung noch ein zehnmonatiges Finish in PX-Fässern und Killowen Dark Rum Fässern, wenn man Irishmalts Glauben schenken darf.

Fakten zum Killowen The Dalriadan – Part 2 of 2

Produzent: Caol Ila Distillery, Islay, Scotland & Old Bushmills Distillery, Co. Antrim, Northern Ireland
Abfüller: Killowen Distillery, Killowen, Newry, Northern Ireland
Alkoholgehalt: 57,99 % ABV
Inhalt: 0,5 Ltr.
Distilled: k.a.
Bottled: 2022
Alter: 11 Jahre
Fass: ex-Bourbon Cask, teilweise Finish im ex-Oloroso-Cask bzw. im Dark Rum Cask

Meine Notizen

Farbe: gold
Nase: süßer Rauch, Mandeln, Johannisbeeren, Grapefruit
Gaumen: Vanille, Honig, Rauch, Asche, erdig, Pfeffer, Orange
Abgang: lang, süßer Rauch, Banane, Honig, grüner Apfel

Meine Bewertung: Ich gebe 87 Punkte für den Killowen The Dalriadan – Part 2 of 2. Vielleicht lässt sich Brendan ja mal dazu erweichen, für uns ein Tasting zu machen ;-). Weitere Bewertungen zu diesem Blended Malt Whiskey gibt es auch wieder auf www.whiskybase.com.

Killowen The Dalriadan – Part 1 of 2 KD

Heute ist leicht verspäteter Whiskey-Freitag, ich weiß.

Dafür gibts heute mal etwas recht Spezielles, das die Verspätung wieder gut machen soll.

Killowen ist eine der kleinsten Destillerien auf der Emerald Isle, genauer gesagt sind wir hier in Killowen im Count Down in Nordirland. Der Mastermind hinter dieser Brennerei ist Brendan Carty, ein grundsympathischer Mann, der dank seiner Aktivitäten auf Social Media schon über eine überproportional große Fanbase zurückgreifen kann. Das hat er wirklich gut gemacht.

Brendan ist auch ein innovatives Kerlchen, der sich viele Sachen überlegt, einerseits macht er viele Sachen mit gesourctem Whiskey, er brennt auch Rum und Poitin, um die Jahre bis zum ersten Release selbstgebrannten Whiskeys zu überbrücken, andererseits hat er auch Whiskey destilliert, der mit Sicherheit näher am irischen Original des Pot Still Irish Whiskey dran ist, als das, was die aktuellen Regelungen zulassen, hier gehts vor allem um die verwendeten Getreidearten. Aber so wie es aussieht, wird das „Technical File“ geändert und er kann es dann als Pot Still Irish Whiskey verkaufen.

Was hat es nun aber mit diesem Tröpfchen auf sich? Der Name „The Dalriadan“ ist ein Rückgriff auf das antike Königreich Dál Riata, das grob gesagt die westlichen Highlands in Schottland (inkl. Inseln) und den Nordosten der irischen Insel umfasste. Was wir hier vor uns haben ist nicht nur ein Blended Malt, nein, es ist sogar ein sogenannter Hybrid Whiskey, also ein Whiskey aus zwei verschiedenen Ländern.

40% dieses Whiskeys kommt aus der Caol Ila Distillery auf Islay in Schottland, 60% aus einer nicht genannten Brennerei im County Antrim in Nordirland. Wenn man jetzt das Alter der beiden Malts mit einbezieht, nämlich 11 Jahre, bleibt nur die Old Bushmills Destillery übrig als Produzent.

Der Islay Malt blieb 11 Jahre im ex-Bourbon Cask, der Bushmills wurde für die Dauer von 3 Jahren in Ex-Oloroso-Fässern gefinisht.

Da sich gerade Part 2 of 2 auf dem Weg in den Pinzgau befindet, macht es Sinn, den Part 1 of 2 jetzt endlich mal zu besprechen.

Fakten zum Killowen The Dalriadan – Part 1 of 2 KD

Produzent: Caol Ila Distillery, Islay, Scotland & Old Bushmills Distillery, Co. Antrim, Northern Ireland
Abfüller: Killowen Distillery, Killowen, Newry, Northern Ireland
Alkoholgehalt: 57,5 % ABV
Inhalt: 0,5 Ltr.
Distilled: k.a.
Bottled: 2021
Alter: 11 Jahre
Fass: ex-Bourbon Cask, teilweise Finish im ex-Oloroso-Cask

Meine Notizen

Farbe: strohgold
Nase: Lagerfeuerrauch, gegrillte Marshmallows, erdig, malzig, Vanille
Gaumen: kräftiger Antritt, prickeln, Röstaromen (Grillfleisch), leichter Rauch, Bücherei, Malz
Abgang: lang, Lagerfeuer, Malz, Vanille, Rosmarin

Meine Bewertung: Ich gebe 87 Punkte für den Killowen The Dalriadan – Part 1 of 2 KD. Brendan Carty traut sich was, und das ist sehr gut so. Weitere Bewertungen zu diesem Blended Malt Whiskey gibt es auch wieder auf www.whiskybase.com.

Spice King NAS

Spice King NAS

Auch der heutige Blended Malt Spice King NAS war ein sogenannter Beifang bei einer Online Bestellung, um die Versandkosten zu optimieren. Meine Erwartungshaltung an diesen Whisky war nicht sehr hoch, es sollte einfach ein „easy drinking dram“ sein.

Fakten zum Spice King NAS

Produzent: ka
Abfüller: Wemyss
Alkoholgehalt: 46 % ABV
Inhalt: 0,7 Ltr.
Distilled: ka
Bottled: 2015
Alter: 3 Jahre (NAS)
Faß: ka

Meine Notizen

Farbe: helles Gold
Nase: Fruchtsalat, Malz, Zitrone, Honig, Mandeln, Pfeffer, floral, Karamell, Salz
Gaumen: Pfeffer, Gewürznelken, Zimt, Muskat, Kräuter, Eiche, Süßholz, Schnaps, Salz, dezenter Rauch
Abgang: kurz – Süßholz, Pfeffer, Zimt, Kräuter, Rauch, bitter

Meine Bewertung: Ich gebe 81 Punkte für den Spice King NAS. Dieser Blended Malt Whisky ist keine große Herausforderung, also eher ein netter Whisky für Gäste 😉 Weitere Fakten und Bewertungen zu diesem Whisky gibt es natürlich wieder auf www.whiskybase.com.

Blended Malt 2001

Blended Malt 2001

Vor ein paar Tagen befand sich wieder einmal ein Packerl von deinwhisky.de bei mir in der Post ;-).

Als ersten Whisky aus dieser Lieferung, verkoste ich heute den Blended Malt 2001. Dieser Whisky wurde gemeinsam mit Dino Mancarella ausgesucht und abgefüllt.

Fakten zum Blended Malt 2001

Produzent: ka, Schottland
Abfüller: Mancarella
Alkoholgehalt: 46,1 % ABV
Inhalt: 0,7 Ltr.
Distilled: 2001
Bottled: 2020
Alter: 18 Jahre
Fass: Sherry Butt

Meine Notizen

Farbe: dunkles Gold
Nase:  Oloroso Sherry, Rosinen, Saftorangen, Eiche, Schokolade, Leder, Datteln, Nüsse, Kaffee, Orangenmarmelade, Malz, Pfeffer
Gaumen: kräftig, Rosinen, Orangenmarmelade, Muskat, Nelken, Pfeffer, Nüsse, dunkle Schokolade, Kaffee
Abgang: lang – Nüsse, Kakao, Eiche, Orangenschalen, Nelken,

Meine Bewertung: Ich gebe 88 Punkte für den Blended Malt 2001 von Mancarella. Dieses „Joint Bottling“ von Mancarella und deinwhisky.de ist ausgesprochen gut gelungen. Weitere Fakten und Bewertungen zu diesem Tropfen gibt es natürlich wieder auf www.whiskybase.com.

Disclaimer: Dieses Sample wurde mir kostenlos von deinwhisky.de zur Verfügung gestellt – Danke Sebastian!

MacNairs Lum Reek 21 yo

MacNairs Lum Reek 21 yo

Zum Abschluss meiner Mini-Serie zu Glenallachie verkoste ich hier und heute den MacNairs Lum Reek 21 yo. Das ist nun ein Blended Malt Whisky aus Malts von der Insel Islay und aus der Speyside, kombiniert mit älterem GlenAllachie. Gereift wurden die einzelnen Bestandteile in Oloroso, Virgin Oak and Red Wine Casks.

Billy Walker hat damit die getorften Whiskys von vor 100 Jahren für die Whiskytrinker der heutigen Zeit nachempfunden.

Fakten zum MacNairs Lum Reek 21 yo

Produzent: Glenallachie, Speyside
Abfüller: OA
Alkoholgehalt: 48 % ABV
Inhalt: 0,7 Ltr.
Distilled: ka
Bottled: 2018
Alter: 21 Jahre
Fass: Oloroso, Virgin Oak and Red Wine Casks

Meine Notizen

Farbe: Bernstein
Nase:  geräucherte Kirschen, Muskatblüte, Orangenzesten, weißer Pfeffer, Malz, Eiche, Gewürznelken, Leder, Kakao, Tabak, Karamell, Thymian
Gaumen: Rauch, Leder, Zeder, Honig, Kakao, Zimt, Piment, Thymian
Abgang: mittellang – bunter Pfeffer, Leder, Honig, dunkle Schokolade, reife Kirschen, Holzrauch

Meine Bewertung: Ich gebe 88 Punkte für den MacNairs Lum Reek 21 yo Blended Malt. Dieser Scotch Whisky ist sehr gut gelungen, Billy Walker weiß einfach was er macht ;-). Weitere Fakten und Bewertungen zu diesem Tropfen gibt es natürlich wieder auf www.whiskybase.com.

Disclaimer: Dieses Sample wurde mir kostenlos von Pinkernells Whisky Market zur Verfügung gestellt – Danke dafür!

Campbeltown 2014

Campbeltown 2014

Heute verkoste ich mit dem Blended Malt Campbeltown 2014 den ersten Whisky vom unabhängigen Abfüller North Star Spirits.

Gebrannt wurde dieser Whisky im Jahr 2014 in Campbeltown und nach fünf Jahren im Bourbon Hogshead und einem PX Finish, wurden 416 Flaschen im Jahr 2019 abgefüllt. Welche Brennereien den Sprit lieferten, wurde nicht angegeben.

Fakten zum Campbeltown 2014

Produzent: ka, Campbeltown
Abfüller: NSS
Alkoholgehalt: 49,1 % ABV
Inhalt: 0,7 Ltr.
Distilled: 2014
Bottled: 2019
Alter: 5 Jahre
Fass: Bourbon Hogshead – PX Finish – 416 Flaschen

Meine Notizen

Farbe: Bernstein
Nase:  erdig, Rauch, Salz, Karamell, Tannennadeln, Gewürznelken, Sherry, Rinde, Lack, sehr jugendlich
Gaumen: Harz, Motoröl, Gewürznelken, süß, erdig, jugendlich
Abgang: mittellang – süß, Tannennadeln, erdig

Meine Bewertung: Ich gebe heute 82 Punkte für den Campbeltown 2014 von North Star Spirits. Dieser Blended Malt ist nicht schlecht, aber für mich einfach noch ein wenig zu jung. Weitere Fakten und Bewertungen zu diesem Tropfen gibt es natürlich wieder auf www.whiskybase.com.

Big Peat Batch 92

Big Peat Batch 92

Seit mittlerweile 10 Jahren gibt es den Blended Malt Big Peat von der Firma Douglas Laing. Hier werden nur Islay Malt Whiskys verwendet, nämlich aus den Brennereien Ardbeg, Bowmore, Caol Ila und Port Ellen. Ich vermute, dass von Port Ellen und von Ardbeg nur sehr wenig enthalten sein wird, aber die großen Namen machen sich auch gut auf dem Etikett 😉

Vom Big Peat gibt es inzwischen auch viele limitierte Abfüllungen. Besonders die jährlich erscheinenden Weihnachtsabfüllungen und die „Country-Editions“ sind bei den Peat Heads sehr beliebt.

Heute verkoste ich den „normalen“ Vertreter mit 46% ABV, also den Big Peat Batch 92.

Fakten zum Big Peat Batch 92

Produzent: Ardbeg, Caol Ila, Bowmore, Port Ellen – Islay
Abfüller: DL
Alkoholgehalt: 46 % ABV
Inhalt: 0,7 Ltr.
Distilled: ka
Bottled: 22.03.2019
Alter: 3 Jahre (NAS)
Faß: k.a.

Meine Notizen

Farbe: leicht drüber, heller Weißwein
Nase:  Rauch, Malz, Teer, Vanille, eine satte Meeresbrise, Kaffe, süße Noten
Gaumen: sehr kräftig, süßer Rauch, Vanille, Salz, Nüsse, Asche, grüenr Apfel
Abgang: eher kurz – Rauch, Salz, Bärendreck

Meine Bewertung: Ich gebe 85 Punkte für den Big Peat Batch 92. Ich mag diesen Whisky von Douglas Laing einfach. Weitere Fakten und Bewertungen zu diesem Blended Malt gibt es natürlich wieder auf www.whiskybase.com.

Disclaimer: Diese Flasche wurde uns kostenlos von Mountain Spirits Österreich zur Verfügung gestellt!

MacNair’s Lum Reek 12 Jahre

MacNair’s Lum Reek 12 Jahre

Hintergrund:
Billy Walker hat vor kurzem nicht nur die Glenallachie Brennerei, sondern auch die traditionsreiche Marke MacNair’s von Pernod Ricard erworben. Unter letzterem Namen hat er jetzt einen Blended Malt Whisky in verschiedenen Alterstufen herausgebracht: NAS, 12 und 21 Jahre.
Die 12jährigen Abfüllungen sind für mich immer die Nagelprobe. Teuer und selten kann (fast) jeder. Aber 12 Jahre, und trotzdem günstig, gut und ausreichend verfügbar, das ist für mich die entscheidende Kombination.

Offizielle Angaben zum MacNair’s Lum Reek, 12 Jahre:
Gereift in First-fill Bourbon-, Pedro Ximénez Sherry- und Rotweinfässern
Farbe: Kupfer
Aroma: Süßer Torfrauch, kombiniert mit Butterscotch und Mokka.
Geschmack: Reichhaltige Torfrauch-Schwaden mischen sich mit reifen Heidekrautnoten, Moor-Myrte, Butterscotch, Toffee und süßen Gewürzen.
Was kann ich erwarten:
Die offiziellen Tasting Notes versprechen viel Vanille, viel Rauch, viel Sherry und Wein. Die Farbangabe suggeriert Portweinfässer. Bei einem Preis um die 45 Euro erwarte ich, dass nicht die allerschlechtesten Fässer ausgewählt wurden. Aber Papier ist bekanntlich geduldig. Mal sehen, wie er tatsächlich schmeckt.

Hier meine eigenen Tasting-Notes:

Tasting Notes: MacNair’s Lum Reek 12 Jahre, 46% vol., ungefärbt, nicht kühl filtriert

Farbe: gold-gelb
Aroma: kaum Vanille, stattdessen viele süße und unglaublich saftige Obstaromen, die mich sofort begeistern, und die sich mit dem Duft nach staubigem Küchenschrank und Kerzenwachs mischen. Apfelkompott, Pflaumen, Zitrusfrüchte. Dazu auch etwas Heu, getrocknete Blumen und Sommerblüten, aber kaum Holzaromen. Sehr komplex für das Alter. Den versprochenen Rauch finde ich erst am leeren Boden des Glases: warme Räucheresse mit leckerem Schinkenspeck. Ist das ein Lagavulin?
Geschmack: sehr vollmundig, wachsig, ölig, mit vielen Tanninen, fast bitter am Ende. Wohlwollend könnte man von Bitterschokolade reden. Und jetzt bemerke ich auch endlich den Lum Reek: sanft legt sich eine zarte Rauchschwade über die Zunge. Sehr sanft.
Nachklang: sehr warm und weich, aber auch sehr trocken.

Was bekomme ich für mein Geld:

Die offiziellen Angaben decken sich nicht unbedingt mit meinen eigenen Eindrücken. Der Anteil von First-Fill-Bourbon-Fässern war wohl eher gering, der Anteil von dritt-befüllten Ex-Bourbon-Fässern war gewiss deutlich höher. Von letzteren liegen in der Glenallachie-Brennerei ja auch genügend herum. Dafür vermute ich bei diesen ein höheres Alter. Die derzeitigen gesetzlichen Vorschriften verbieten jedoch, das Alter der älteren Fässer zu nennen.

Die Mischung enthält ganz gewiss auch sehr schöne PX-Sherry- und Wein-Fässer aus europäischer Eiche, die einerseits für die wunderbaren süßen Obstnoten sorgen, andererseits aber auch einen deutlichen Tannin-Einschlag bewirken. Der Abgang ist dadurch recht trocken, aber nicht unangenehm.

Als Liebhaber von Ardbeg und Laphroaig würde ich den Peat- bzw. Rauch-Gehalt allerdings nicht als reichhaltig beschreiben. Ich empfinde ihn eher als dezent. Zum Namen passt es: Lum Reek ist der Rauch, der im Kamin schwebt. Er ist wahrnehmbar, aber er sollte auch im Hintergrund bleiben. Wenn die Bude zugequalmt ist, hat man beim Kamin-Feuer was falsch gemacht…

Mein Fazit: Ein toller Blended Malt für Freunde der klassischen Linie. Je mehr ich davon trinke, desto besser gefällt er mir. Der hat das Zeug zu einem Lieblings-Standard.

The Dark Side of Islay 22-year-old

The Dark Side of Islay 22-year-old

Bei einer Stehgustation in Pinkernells Whisky Market in Salzburg hatten wir eine gute Idee, wir mussten unbedingt den The Dark Side of Islay 22-year-old von Malts of Scotland verkosten. Eigentlich war der Abend schon gelaufen und der Heimweg sollte angetreten werden, als Doro noch diese Flasche ins Spiel brachte. Die Entscheidung stand schnell fest, dieser Islay Blended Malt muss noch verkostet werden. Nach kurzer Diskussion zum Finanzierungskonzept, befand sich dieser Tropfen auch schon in unseren Gläsern. Was soll ich sagen: Wir waren alle begeistert! Die an diesem Abend erstandene Flasche begleitete uns auch noch zum monatlichen Whiskystammtisch und auch da waren wir hin und weg. Die Reste vom „Mulindry“ wurden aufgeteilt und dann in Ruhe daheim verkostet. Das Ergebnis dieser Verkostung findet man nun hier auf dieser Webseite 😉

Fakten zum The Dark Side of Islay 22-year-old

Produzent: ka, Islay
Abfüller: MoS
Alkoholgehalt: 48,9 % ABV
Inhalt: 0,7 Ltr.
Distilled: ka
Bottled: 2018
Alter: 22 Jahre
Faß: ka

Meine Notizen

Farbe: dunkler Bernstein
Nase:  Rauch, Karamell, Leder, Nutella, Orangen, Speck, Waldbeeren, Minze, Tabak, Datteln, Pfeffer, Gewürznelken, Muskat, Schokolade, Koriander, Malz, Honig, Vanille, Rotwein – was.für.eine.Nase!
Gaumen: rauchige Rumrosinen, Asche, Speck, geröstete Haselnüsse, Powidl, Karamel, Pfeffer, Rotwein, Kaffee, Zimt, Honig, Koriander, Minze, Eiche – sehr cremig
Abgang: lang – dezenter Rauch, Asche, Kaffee, Rumtopf, Eiche, Zimt, Rosinen, Walnüsse

Meine Bewertung: Heute gebe ich 91 Punkte für den The Dark Side of Islay 22-year-old. Das ist ein sehr gelungener Blended Malt von MoS, für mich ein Hammer-Whisky. Weitere Informationen und Bewertungen zu diesem genialen Tropfen gibt es natürlich wieder auf www.whiskybase.com.

 

Abrachan Triple Barrel

Abrachan Triple Barrel

Alle Jahre wieder bringen unsere Diskonter ein großes Portfolio an Billig-Whiskys auf den Markt und die Whiskyfreunde begegnen dieser Situation sehr unterschiedlich. Die einen lehnen diese Whiskys kategorisch ab und die anderen geben diesen Produkten zumindest eine Chance. Ich zähle mich zu denen die diesen Tropfen zumindest eine Chance geben 😉 In den letzten Jahren waren da durchaus sehr gelungene Abfüllungen dabei.

Der Auftakt zu meinen „Diskontertastings 2018“ macht heute ein Blended Malt von Lidl, nämlich der Abrachan Triple Barrel. Natürlich NAS und gefärbt, aber zumindest mit 42% ABV. Das Besondere an diesem Whisky ist die Verwendung von drei verschiedenen Fasstypen: Bourbon, Oloroso Sherry & Tawny Port. Dieser Blended Malt Whisky ist bei Lidl für unter €20,- zu bekommen, also könnte der auch zum Kochen verwendet werden sollte er gar nicht schmecken 😉

Fakten zum Abrachan Triple Barrel

Produzent: ka
Abfüller: Clydesdale für Lidl
Alkoholgehalt: 42 % ABV
Inhalt: 0,7 Ltr.
Distilled: ka
Bottled: ka
Alter: 3 Jahre (NAS)
Faß: Bourbon, Oloroso Sherry, Tawny Port

Meine Notizen

Farbe: Rotbraun (E150a)
Nase:  Portwein, Orange, Tabak, Waldbeeren, Birnen, sehr süß (Karamell)
Gaumen: sehr süß (Karamell), Vanille, Birnen, Eiche, Tabak, Milchschokolade, Nüsse, Orange, Powidl, Malz, rosa Pfeffer
Abgang: kurz – dunkle Schokolade, Bärendreck, Powidl, Walnuss, bitter

Meine Bewertung: Ich gebe 85 Punkte für den Abrachan Triple Barrel. Ein sehr ordentlicher, moderner Blended Malt Scotch Whisky von Lidl. Der Abrachan Blended Malt Scotch Whisky braucht nicht in die Küche, der darf auch ins Glas 😉 Weitere Fakten und Bewertungen zu diesem Whisky gibt es natürlich wieder auf www.whiskybase.com.