Glenmorangie Finealta

Glenmorangie Finealta

 

Der Glenmorangie Finealta kam im Jahr 2010 im Rahmen der Private Edition auf den Markt. In dieser Serie werden die unterschiedlichsten Experimente mit viel Marketing-Gedöhns (Beim Finealta wollte man den Glenmorangie-Stil der 1920er Jahre rekonstruieren …) vermarktet – hört man hier Kritik heraus? Ja, aber jetzt schauen wir uns den Single Malt mal an und bewerten diese Abfüllung dann später:

Fakten zum Glenmorangie Finealta:

Produzent: Glenmorangie, Highlands
Abfüller: OA
Alkoholgehalt: 46 % ABV
Inhalt: 0,7 Ltr.
Distilled: ka
Bottled: 2010
Alter: 3 Jahre (NAS)
Faß: American Oak and Oloroso Sherry Oak
Farbe: Gold
Nase: malzig, leichter Holzrauch, Heidekraut, Vanille, Banane, Mandarine und irgendwie erinnert mich dieser Whisly an Portwein …
Gaumen: Stollwerk, Pfirsiche, saftige Moro Orangen, weißer Pfeffer und Mango Chutney
Abgang: mittellang – Ingwer, brauner Zucker, Holzrauch & Kaffee

Meine Bewertung: Ich gebe 85 Punkte für den Glenmorangie Finealta, den mag ich. Infos zu diesem Single Malt Whisky von der Glenmorangie Distillery gibt es natürlich auch auf  www.whiskybase.com.

Glenfarclas 105

Glenfarclas 105

 

Glenfarclas 105 war (einer der ersten) Single Malt Whiskys der in Fassstärke abgefüllt wurde und noch immer in die sogenannte Core-Range dieser Speyside-Brennerei gehört. Früher gab es diesen Single Malt als zehnjährige Variante, aktuell ist nur mehr diese NAS-Version verfügbar. Zu bestimmten Feierlichkeiten gab und gibt es immer wieder spezielle Versionen dieses hochprozentigen Whiskys (8, 10, 20 und 40 Jahre). Den hier vorliegenden Whisky habe ich mir 2015 in einem Travel-Retail-Shop in Tschechien gekauft und nur mit Wasser verkostet. Die 60% ABV sind einfach zu heftig für mich.

Fakten zum Glenfarclas 105  aus 2014:

Produzent: Glenfarclas, Speyside
Abfüller: OA
Alkoholgehalt: 60 % ABV
Inhalt: 1 Ltr.
Distilled: ka
Bottled: 28.10.2014 (Bottlecode L 28 10 14)
Alter: 3 Jahre (NAS)
Faß: ka
Farbe: Bernstein
Nase: süß, nussig, Birnen, Zitrus & Kakao
Gaumen: Malzig, Eichennoten, Sherry, ölig, Vanille, Schokolade, Rosinen und leicht metalisch
Abgang: lang – trockene Eichennoten, Holzrauch

Meine Bewertung: Ich gebe 84 Punkte für den Glenfarclas 105. Die zehn jährige Variante hab ich früher mal geliebt … Infos zu diesem Single Malt Whisky gibt es natürlich auch auf  www.whiskybase.com. (Link führt zu anderem Batch)

Glenmorangie Ten ~2000

Glenmorangie Ten

 

Da sich in meiner Sammlung auch ein paar doppelte Flaschen befinden, öffne ich auch ab und zu einige davon ohne speziellen Grund 😉 Eine dieser Flaschen ist der Glenmorangie Ten aus dem Jahr 2000 (vermute ich halt). Der Glenmorangie Ten war früher einer unserer Standard-Whiskys den wir eigentlich immer offen hatten. Über die Jahre hat sich dieser „Brauch“ verändert und darum werde ich nun eine dieser Flaschen öffnen und verkosten.

Fakten zum Glenmorangie Ten ~2000:

Produzent: Glenmorangie, Highlands
Abfüller: OA
Alkoholgehalt: 40 % ABV
Inhalt: 0,7 Ltr.
Distilled: ka
Bottled: ~2000
Alter: 10 Jahre
Faß: ka
Farbe: helles Gold
Nase: Zitrus, leichte Meeresbrise, sehr frisch, süß, Vanille, Birne
Gaumen: Floral, malzig, cremig, nussig & ein wenig Zimt
Abgang: lang – Vanille & Eiche

Meine Bewertung: Ich gebe 83 Punkte für den Glenmorangie Ten. Diesen Whisky hatte ich viel besser in Erinnerung. Wenig komplex, früher war also auch nicht alles besser und wir haben uns weiterentwickelt 😉 Infos zu diesem Single Malt Whisky gibt es natürlich auch auf  www.whiskybase.com.

Ledaig 10yo

Ledaig 10yo

Heute geht es um den Ledaig 10yo, also einen rauchigen Vertreter aus der Brennerei Tobermory. Die Brennerei Tobermory liegt in der der gleichnahmingen Hauptstadt der Insel Mull und wurde bereits 1798 unter dem Namen Ledaig (gälisch für „sicherer Hafen“) gegründet.

Der ursprüngliche Name, also Ledaig, wird aktuell nur für die rauchigen Single Malts verwendet.

Fakten zum Ledaig 10yo:

Produzent: Tobermory, Islands
Abfüller: OA
Alkoholgehalt: 46,3 % ABV
Inhalt: 0,7 Ltr.
Distilled:ka
Bottled: ka
Alter: 10 Jahre
Faß: ka
Farbe: helles Gold
Nase: sehr salzig und der berühmte Kuhstall 😉 erdig, Gummi, Zitrus, Asche, Zigarren und Honig
Gaumen: Zitrusschalen, salzig, malzig, Chili-BBQ-Sauce, ölig
Abgang: mittellang – verbrannter Gummi, erdig, verkohltes Holz und dunkle Schokolade

Meine Bewertung: Ich gebe 85 Punkte für den Ledaig 10yo. Ein guter rauchiger Single Malt aus dieser Island-Brennerei. Weitere Informationen gibt es natürlich auch auf www.whiskybase.com.

Glenrothes 1995

Glenrothes 1995

 

Die Speyside-Brennerei Glenrothes zählt zwar nicht zu den extrem bekannten Brennereien aber dort wird auch ein sehr guter Single Malt Whisky produziert. Wofür die Brennerei besonders steht? Zum Einen produziert sie große Anteile an den beiden Blends Cutty Sark & Famous Grouse und zum Anderen hat sie eigenwillige Besitzverhältnisse 😉 Die Destillerie gehört zwar zur Edrington Group, die Vermarktungsrechte am Namen liegen aber seit dem Jahr 2010 beim unabhängigen Abfüller Berry Bros & Rudd. Wozu? keine Ahnung …

Um die Verwirrung weiter zu treiben, gibt es bei den Vintage-Abfüllungen von Glenrothes noch sehr eigenartige Angaben auf den Flaschen. Dort gibt es neben dem Brenndatum und dem Abfülljahr noch ein Datum mit der Bezeichnung „approved“. Im Netz habe ich dazu zwei verschiedene Erklärungen gefunden: Einmal heißt es, dass der Whisky nach dem „approved“ Datum in sehr große Vat-Behälter kommt und dann nach dem Whiskygesetz nicht mehr nachreift (Reifezeiten in Holz-Gefäßen über 700 lt Faßungsvermögen darf nicht mehr zur Reifezeit gezählt werden). Im Malt Madness Blog gibt es aber eine andere Erklärung: Dort hat man ein Email von Ronnie Cox (Brand Ambassador von Glenrothes) veröffentlicht, wo es wie folgt heißt:

„The casks used for the marrying process are what we call „inactive“ casks – having served their useful and active life. They contribute nothing to the flavour at this stage but simply act as a vehicle to store the Vintage and to allow the marrying process to take place following the disturbance of water reduction.

[…] I should perhaps add, for clarification, that when the marrying takes place in „oak casks of a capacity not exceeding 700 litres“, it is legally ageing.  This isn’t relevant to The Glenrothes as we don’t talk about age (as age tells us little about the maturity and flavour) but, of course, we make sure that the correct year of bottling is on the label for those who want to know.“

Also wird der vermählte Whisky wieder in „normale“ aber inaktive Fässer gefüllt, und die Reifezeit nicht wirklich gezählt. Beim vorliegenden Whisky haben wir folgende Angaben: Glenrothes 1995 – distilled 26.10.1995, approved 6.9.2010 & Bottled in 2013.

Naja, eigentlich egal. Wir bekommen das Brennjahr und das Jahr in dem der Whisky abgefüllt wurde, also ist es zumindest kein NAS-Whisky 😉 Genug Intro, jetzt verkosten wir diesen Glenrothes 1995:

Fakten zum Glenrothes 1995:

Produzent: Glenrothes, Speyside
Abfüller: OA
Alkoholgehalt: 43 % ABV
Inhalt: 0,7 Ltr.
Distilled: 26.10.1995
Bottled: 2013 (approved 6.9.2010)
Alter: 14, 17 oder 18 Jahre ???
Faß: ka
Farbe: Bernstein
Nase: Stollwerk extrem, Honig, Kirschen, Karamell (eh klar), Orangen, Zimt, Leder und Schokolade
Gaumen: Malzig und wieder Stollwerk, Vanille, Butter, grasig, Muskatnuss, Minze, Zitrus, Honig und leichter Holzrauch
Abgang: lang – Zitrus, Pfeffer, grasig, malzig, Honig und zum Schluss bleibt dunkle Schokolade

Meine Bewertung: Ich gebe 85 Punkte für den Glenrothes 1995. Ein guter Single Malt aus dieser Speyside-Brennerei. Weitere Informationen gibt es natürlich auch auf www.whiskybase.com.

Lagavulin 1995

Lagavulin 1995

Ach Lagavulin, was hatten wir schon geniale Stunden 😉 Nach den großen Feierlichkeiten von Laphroaig & Ardbeg im Vorjahr feiert 2016 nun mit Lagavulin die nächste Whiskygröße sein 200 Jahr Jubiläum. Also werden wir wohl auch von dieser Brennerei mit sinnlosen neuen Abfüllungen konfrontiert werden, oder vielleicht auch nicht 😉 Edit: Zum Glück ist uns das erspart geblieben und Lagavulin hat mit dem 8yo einen Superwhisky auf den Markt gebracht.

Bevor es nun womöglich mit der Schwemme an Sonder-Super-Duper-Releases losgeht, habe ich mir noch schnell einen Dram eines alten 12yo besorgt – Gebrannt im Jahr 1995 und aus der Friends of the Classic Malts Edition – Danke Staff 😉

Fakten zum Lagavulin 1995:

Produzent: Lagavulin, Islay
Abfüller: OA (Friends of the Classic Malts)
Alkoholgehalt: 48 % ABV
Inhalt: 0,7 Ltr.
Distilled: 1995
Bottled: 2008
Alter: 12 Jahre
Faß: European First Fill Sherry Oak Casks
Farbe: Bernstein
Nase: süßer Rauch, Räucherschinken, etwas modrig (Holz-Ruderboot  & Seetang), Sherry, Zimt, mineralisch, Steak vom Lavagrill, bittere Orange, Zigarren im Humidor, Leder und ein wenig Kuhstall 😉
Gaumen: sehr süß, rauchig (aber nicht extrem), Orangenmarmelade, Stollwerk, Mokka, Zwetschken & Rosinen
Abgang: mittellang – gibt es rauchiges Karamell? Mokka
Meine Bewertung: Ich gebe 88 Punkte für den Lagavulin 1995. Ein sehr guter Single Malt von der Insel Islay, aber nicht der Beste aus der Lagavulin Brennerei. Weitere Informationen gibt es natürlich auch auf www.whiskybase.com.

Glenlivet Nadurra 16yo

Glenlivet Nadurra 16yo

The Glenlivet Nadurra 16yo – was soll ich mir davon erwarten? Vor einigen Jahren konnte ich auf einer Messe einmal einen Nadurra 16yo verkosten, damals stammte der aus Ex-Sherry-Casks und ich war sehr enttäuscht. Ein bitterer Single Malt mit sehr wenig weiteren Aromen. Dieses negative Erlebnis hat mich dann einige Jahre abgehalten, einen weiteren Whisky aus dieser Serie von Glenlivet zu verkosten. Zwischenzeitlich wurde auch hier der Schwenk auf NAS-Abfüllungen gemacht und so war der Nadurra sowieso nicht mehr auf meinem Radar.

Aber dann: Im Herbst des Vorjahres kam ich zufälligerweise wieder einmal an einen Dram (und damit auch an ein paar Flaschen) und ich war sehr positiv überrascht – hier nun mein Ergebnis:

Fakten zum Glenlivet Nadurra 16yo 0813y:

Produzent: Glenlivet, Speyside
Abfüller: OA
Alkoholgehalt: 56,1 % ABV
Inhalt: 0,7 Ltr.
Distilled: ka
Bottled: 2013 (August 2013 Batch 0813y)
Alter: 16 Jahre
Faß: 1st Fill American Oak Casks
Farbe: Gold
Nase: sehr frisch und süß, Vanille, Ananas, Kokosnuss, Minze, Stollwerk, Blumenwiese & Eichenwürze
Gaumen: sehr süß und cremig, zuerst dominiert die Vanille im Mund, dann kommt Malz & Honig dazu, der Eukalyptus und eine schöne Eichenwürzigkeit runden das Ganze sehr gut ab.
Abgang: Lang – süß und malzig, Vanille und Eiche
Meine Bewertung: Ich gebe 90 Punkte für den Glenlivet Nadurra 16yo 0813y – Faßstärke, nicht gefärbt und auch nicht kühlgefiltert – Ja, ja und nochmal ja! So hab ich es gerne 😉 Das ist ein wunderschöner Single Malt Whisky, Kaufempfehlung von mir. Damit gibt es aber schon ein Problem: Der 0813y wurde ja bereits 2013 abgefüllt und so gibt es nicht mehr viele Händler die diesen Whisky führen. Informationen zu dieser Abfüllung gibt es auch in der Whiskybase.

PS: so wünsche ich mir die neue Clubabfüllung 😉

Aultmore 12yo

Aultmore 12yo

Im Rahmen der „The Last Great Malts“ Serie (blöder Titel, aber die armen Marketingmenschen müssen ihre Familien auch ernähren) brachte der Konzern Bacardi 2014 auch den Aultmore 12yo auf den Markt. Sehr positiv hervorzuheben sind: 46% ABV, nicht kühl gefiltert und nicht gefärbt – das klingt heutzutage ja schon fast wie ein Märchen 😉 Was mir auch zusätzlich noch sehr gut gefällt ist die Aufmachung dieser Abfüllung. Es gibt also schon mindestens einen Pluspunkt für die oben angeführten Faktoren. Von Aultmore kamen 2014 auch noch ein 18yo aus Sherry Fässern, ein 21yo (für den Travel Retail) und ein 25yo auf den Markt. Ob ich mir auch diese Flaschen gönnen werde, steht noch nicht fest. Die Preise liegen aktuell bei ca. €100,- für den 18yo (aktuell nur mehr sehr schwer zu bekommen), bei ca. €140,- für den 21yo und bei ca. €230,- für den 25yo. Alle vier Abfüllungen tragen den Namenszusatz „Foggie Moss“ dort liegt die Quelle für die Brennerei Aultmore.

Was erwarte ich mir nun von diesem Single Malt Whisky? Einen sehr frischen und malzigen Speyside-Whisky …

Fakten zum Aultmore 12yo:

Produzent: Aultmore, Speyside
Abfüller: OA
Alkoholgehalt: 46 % ABV
Inhalt: 0,7 Ltr.
Distilled: ka
Bottled: 2015
Alter: 12 Jahre
Faß: Refill Hogsheads
Farbe: Grüner Veltliner 😉
Nase: Cider, Cider, Cider und dann Malz. Sehr mineralisch, grüne Äpfel (eh klar), ein wenig Vanille, Kerzenwachs, Rhabarber, grasig, Thymian, Kerbel, Kümmel, Mandeln und Pfirsich – eine sehr komplexe Nase!
Gaumen: zuerst sehr süß und frisch, Vanille, Orangen, Honig, Rhabarber, malzig, dann Eiche & viel Kaffee
Abgang: Lang – sehr würzig. Ananas, Mandeln, trocken, erdig
Meine Bewertung: Ich gebe 87 Punkte für den Aultmore 12yo – Ein eher untypischer Vertreter der Speyside Single Malt Whiskies, aber mir gefällt diese Abfüllung sehr gut. – Infos auf Whiskybase – Hatte mir weniger Komplexität erwartet – Darum gibt es von mir eine Kaufempfehlung. Der Preis liegt aktuell zwischen 40 und 45 Euro, also noch im Rahmen für die bereits Eingangs erwähnten Fakten und geschmacklich gibt es auch nicht viel Auszusetzen.

Laphroaig 1991

Laphroaig 1991

Nach dem 16yo verkoste ich gleich den nächsten Single Malt Whisky aus dieser Islay-Brennerei: Laphroaig 1991 23yo. Dieser Whisky kam im Herbst 1994 auf den Markt und erzeugte gleich bei den Liebhabern für Unruhe. Laphroaig gab den „Friends of Laphroaig“ bereits vor dem Rollout die Möglichkeit, diese Sonderabfüllung vorab zu bestellen. Leider war diese Abwicklung alles andere als Friktionsfrei und so verärgerte man einige Mitglieder – inkl. meiner einer.

Na gut, zurück zum Whisky: Es kamen im Herbst 2014 insgesamt 5000 Flaschen dieser limitierten Abfüllung auf den Markt und am heutigen Tag sind noch unzählige Shops auf Whiskybase gelistet, die diesen Single Malt im Angebot haben. Also war und ist die Nachfrage nach diesem Tropfen wohl eher überschaubar. Gereift wurde dieser Tropfen in 1st Fill Sherry & Refill Hogsheads, eigentlich genau mein Ding – also auf zur Verkostung:

Fakten zum Laphroaig 1991:

Produzent: Laphroaig, Islay
Abfüller: OA
Alkoholgehalt: 52,6 % ABV
Inhalt: 0,7 Ltr.
Distilled: 1991
Bottled: 2014
Alter: 23 Jahre
Faß: 1st Fill Sherry & Refill Hogsheads
Farbe: Gold (E150?)
Nase: Quarzig, modriges Holz, leichter phenolischer Rauch, Salz, medizinisch, erdig, nasser Hund, modriger Seetang, Im Hintergrund glaube ich Gewürznelken, Zimt & Koriander zu erschnüffeln.
Gaumen: rauchiger als in der Nase. Leder, Gewürznelken & Zimt, Zitrus, Karamell, Earl Grey Tee, süß.
Abgang: Lang – Sägespäne, Sherry, Milch-Schokolade, Eiche, Asche
Meine Bewertung: Ich gebe 87 Punkte für den Laphroaig 1991 – Infos auf Whiskybase – Also: Auch das ist kein absolutes Highlight aus der offiziellen Range von Laphroaig, nicht schlecht aber für den Preis (~€260,-) gibt es bessere Tropfen. Wenn ich mich nur an die wunderbaren Abfüllungen der SMWC erinnere …

Hoffentlich kommen auch wieder bezahlbare offizielle Spitzenwhiskys aus einer meiner Lieblingsbrennereien auf den Markt, sonst muss ich mich nur mehr bei den unabhängigen Abfüllern umschauen. Ein Highlight sollte aber auch 2016 wieder auf den Markt kommen: Die Cask Strength Variante des 10yo – Hoffentlich bleibt die auch bezahlbar!

Laphroaig 16yo

Laphroaig 16yo

Laphroaig 16yo zählte zu einem der neuen Veröffentlichungen im Jubiläumsjahr der Islay-Brennerei Laphroaig. Viel hat sich getan im Jahr 2015: Der 18yo wurde leider eingestellt, der 15yo wieder zum Leben erweckt, alle regulären Abfüllungen bekamen für die Sammler eine „200 Jahr Tube“ verpasst und ein 10yo CS, ein 21yo, ein 32yo und eben dieser 16yo kamen auf den Markt.

Der 21yo war/ist nur für die Friends of Laphroaig zu erstehen, ich habe mich aber nicht überreden lassen. Rund €145,- inklusive Versand für eine 0,35lt Flasche sind mir eindeutig zu viel. Auch als der 16yo auf den Travel-Retail-Markt kam, war ich zunächst zurückhaltend. Auch diese Neuerscheinung wurde in der halben Flasche abgefüllt und es werden ca. €50,- dafür aufgerufen. Knapp vor Weihnachten lies ich mich aber trotzdem überreden/überzeugen, eine solche Flasche zu besorgen.

Da 2015 für mich der beste offiziell abgefüllte Laffi sowieso der 10yo in Cask Strength war und ist, wird es der 16yo mit seinen 43% wohl sehr schwer haben … Aber schauen wir uns den Tropfen mal genauer an:

Fakten zum Laphroaig 16yo:

Produzent: Laphroaig, Islay
Abfüller: OA (Travel Retail)
Alkoholgehalt: 43 % ABV
Inhalt: 0,35 Ltr.
Distilled: ka
Bottled: 2015
Alter: 16 Jahre
Faß: k.a. (vermutlich ex-Bourbon)
Farbe: helles Gold (E150?)
Nase: Ja das ist ein Laphroaig, aber ein sehr sanfter Vertreter. Sehr dezenter phenolischer Rauch am Beginn. Danach quarzig und süß mit leichter Meeresbrise. Zitrus & Vanille.
Gaumen: trocken, Grapefruits, salzig, ein wenig Jod, Vanille, Orangenmarmelade – dunkle Schokolade zum Schluss.
Abgang: eher kurz – Eiche, Asche & Salz
Meine Bewertung: Ich gebe 85 Punkte für den Laphroaig 16yo – Infos auf www.whiskybase.com – Abzüge für den untypisch kurzen Abgang. Womöglich wäre dieser Single Malt Whisky mit 46% oder 48% viel komplexer und viel typischer. Im Direktvergleich zum 15yo (2015) liegt dieser Single Malt Whisky leicht zurück. Besonders der Abgang lässt den 16yo schlecht ausschauen.

Edit: Serge hat zufälligerweise auch heute seine Notes zu diesem Whisky veröffentlicht, sein Resümee: „Everything’s pretty half with this wee bottle… But it’s a fine little whisky. – 82 points.“