Großer Fan der grünen Insel und von hier zum Whisky, in dem Fall also "Whiskey" gestoßen. Die Schwäche für irische Whiskeys ist also evident.

Killowen The Dalriadan – Part 1 of 2 KD

Heute ist leicht verspäteter Whiskey-Freitag, ich weiß.

Dafür gibts heute mal etwas recht Spezielles, das die Verspätung wieder gut machen soll.

Killowen ist eine der kleinsten Destillerien auf der Emerald Isle, genauer gesagt sind wir hier in Killowen im Count Down in Nordirland. Der Mastermind hinter dieser Brennerei ist Brendan Carty, ein grundsympathischer Mann, der dank seiner Aktivitäten auf Social Media schon über eine überproportional große Fanbase zurückgreifen kann. Das hat er wirklich gut gemacht.

Brendan ist auch ein innovatives Kerlchen, der sich viele Sachen überlegt, einerseits macht er viele Sachen mit gesourctem Whiskey, er brennt auch Rum und Poitin, um die Jahre bis zum ersten Release selbstgebrannten Whiskeys zu überbrücken, andererseits hat er auch Whiskey destilliert, der mit Sicherheit näher am irischen Original des Pot Still Irish Whiskey dran ist, als das, was die aktuellen Regelungen zulassen, hier gehts vor allem um die verwendeten Getreidearten. Aber so wie es aussieht, wird das „Technical File“ geändert und er kann es dann als Pot Still Irish Whiskey verkaufen.

Was hat es nun aber mit diesem Tröpfchen auf sich? Der Name „The Dalriadan“ ist ein Rückgriff auf das antike Königreich Dál Riata, das grob gesagt die westlichen Highlands in Schottland (inkl. Inseln) und den Nordosten der irischen Insel umfasste. Was wir hier vor uns haben ist nicht nur ein Blended Malt, nein, es ist sogar ein sogenannter Hybrid Whiskey, also ein Whiskey aus zwei verschiedenen Ländern.

40% dieses Whiskeys kommt aus der Caol Ila Distillery auf Islay in Schottland, 60% aus einer nicht genannten Brennerei im County Antrim in Nordirland. Wenn man jetzt das Alter der beiden Malts mit einbezieht, nämlich 11 Jahre, bleibt nur die Old Bushmills Destillery übrig als Produzent.

Der Islay Malt blieb 11 Jahre im ex-Bourbon Cask, der Bushmills wurde für die Dauer von 3 Jahren in Ex-Oloroso-Fässern gefinisht.

Da sich gerade Part 2 of 2 auf dem Weg in den Pinzgau befindet, macht es Sinn, den Part 1 of 2 jetzt endlich mal zu besprechen.

Fakten zum Killowen The Dalriadan – Part 1 of 2 KD

Produzent: Caol Ila Distillery, Islay, Scotland & Old Bushmills Distillery, Co. Antrim, Northern Ireland
Abfüller: Killowen Distillery, Killowen, Newry, Northern Ireland
Alkoholgehalt: 57,5 % ABV
Inhalt: 0,5 Ltr.
Distilled: k.a.
Bottled: 2021
Alter: 11 Jahre
Fass: ex-Bourbon Cask, teilweise Finish im ex-Oloroso-Cask

Meine Notizen

Farbe: strohgold
Nase: Lagerfeuerrauch, gegrillte Marshmallows, erdig, malzig, Vanille
Gaumen: kräftiger Antritt, prickeln, Röstaromen (Grillfleisch), leichter Rauch, Bücherei, Malz
Abgang: lang, Lagerfeuer, Malz, Vanille, Rosmarin

Meine Bewertung: Ich gebe 87 Punkte für den Killowen The Dalriadan – Part 1 of 2 KD. Brendan Carty traut sich was, und das ist sehr gut so. Weitere Bewertungen zu diesem Blended Malt Whiskey gibt es auch wieder auf www.whiskybase.com.

Two Stacks 2012

Freitag: Whiskey Zeit.

Ja, heute gehts wieder mal um einen Iren, und noch dazu um einen, der gar nicht ganz so leicht zu bekommen war, aber jetzt mal der Reihe nach.

Two Stacks ist ein Whiskey Bonder aus Nordirland. Bonder habe ich schon mal erklärt, die kaufen sich den Newmake bei Brennereien, lagern ihn im eigenen Warehouse und machen damit im Grunde, was sie für richtig halten, also blenden, in andere Fässer umlagern, finishen,…. Nicht unbedingt in dieser Reihenfolge, aber auch das ist möglich. Bonden ist eine fast schon verloren geglaubte Tradition auf der grünen Insel, die in den letzten Jahren wieder einiges an Aufwind erlebt hat.

Dieser Whiskey wurde ja in den gewissen Kreisen schon ein wenig gehyped, denn was ist hier passiert? Es wurde ein Irish Single Malt für die Dauer von sechs Monaten in einem Ex-Cabernet Franc Ice Wine Cask aus Kanada gefinisht, nachdem er davor in einem Ex-Bourbon Fass gelegen hat. Deswegen auch der Beiname Polaris Collection.

Eiswein ist ja für den gelernten Österreicher jetzt nichts ganz so Außergewöhnliches, roter Eiswein ist schon ein wenig seltener, und dann noch ein Whiskey, der in einem solchen Fas gefinisht wurde? Eher sehr außergewöhnlich.
Aber wenn man weiß, wo man sowas kaufen kann, dann kann man schon mal zuschlagen. Und dank Tiny Tipple, also dem guten Ivor O´Loughlin, den ich auch schon persönlich kennenlernen durfte, konnte ich mir ein Sample ergattern, damit ich meine Flasche nicht aufreißen muss.

Das Fass hat übrigens eine Ausbeute von 318 Flaschen ergeben.

Fakten zum Two Stacks 2012

Produzent: Ireland Craft Beers Ltd., Belfast, Nordirland
Abfüller: Two Stacks Whiskey, Newry, Co. Down, Nordirland
Alkoholgehalt: 59,85 % ABV
Inhalt: 0,7 Ltr.
Distilled: Nov. 2012
Bottled: Feb. 2022
Alter: 9 Jahre
Fass: ex-Bourbon Cask, Finish im ex-Cabernet Franc Red Ice Wine Cask

Meine Notizen

Farbe: Rotgold
Nase: Vanille, Karamell, Traubensaft, Zuckerwatte, Ribisel, Kirsche
Gaumen: sehr kräftiger Antritt, Vanille, sehr süß, rote Trauben, etwas Eichenwürze (bitter), cremig
Abgang: lang, Karamell, sehr süß, etwas Eiche, Traube

Meine Bewertung: Ich gebe 88 Punkte für den Two Stacks 2012. Das ist schon mal etwas ganz Außergewöhnliches. Weitere Bewertungen zu diesem Single Malt Whiskey gibt es auch wieder auf www.whiskybase.com.

Benrinnes 1996 SV

Freitag ist mein Whisky Tag, also gehts wieder mal um ein Destillat bei mir.

Anfang April war ja eine kleine, aber feine Abordnung des Whisky Circle Pinzgau auf der Village in Nürnberg. Ich war natürlich Teil dieser Abordnung, denn wenn man sich in derart geballter Form über das Wasser des Lebens informieren kann, noch dazu gar nicht allzu weit weg, dann muss man schon hin.

Dann kam es, wie es kommen musste, gemäß meiner aktuellen Vorliebe für Whisk(e)ys aus dem ex-Boubon Fass kam ich am Stand von Whisky for Life vorbei. Und was sahen meine stargetrübten Augen dort? Nein, nicht nur die ganzen Michel Couvreurs, nein, auch eigene Abfüllungen, die in Kooperation mit Signatory Vintage rausgebracht wurden.

Sofort ins Auge gestochen ist mir hier ein Benrinnes aus dem Jahr 1996, der seine gesamte Reifezeit 22 Jahren in einem ex-Bourbon Fass verbringen durfte. Ich mag Benrinnes sehr, hab da schon einige hervorragende Tröpfchen genießen dürfen, und deshalb musste ich gleich vor Ort verkosten.

Sagen wir es mal so: Ich habe dann eine Flasche mit nachhause genommen, das dürfte wohl alles über diesen Whisky aussagen.

Hiervon gab es übrigens nur 145 Flaschen, da die andere Hälfte von Signatory Vintage selbst verkauft wurde.

Fakten zum Benrinnes 1996 SV

Produzent: Benrinnes Distillery, Speyside, Schottland
Abfüller: Signatory Vintage für Whisky for Life
Alkoholgehalt: 51,6 % ABV
Inhalt: 0,7 Ltr.
Distilled: 28.10.1996
Bottled: 24.10.2019
Alter: 22 Jahre
Fass: ex-Bourbon Cask

Meine Notizen

Farbe: sattes Gold
Nase: Karamell, Butterkeks, Malz, Vanille, Mandel, etwas rote Ribisel, süß
Gaumen: Birne, Pfirsich, Vanille, Butterkeks, Holz, Pfeffer, sehr cremig
Abgang: lang, Eichenwürze, Kraamell, Nüsse, Pfeffer, Shortbread

Meine Bewertung: Ich gebe 87 Punkte für den Benrinnes 1996 SV. Wieder mal ein toller Tropfen aus der Benrinnes Distillery. Weitere Bewertungen zu diesem Single Malt Whisky gibt es auch wieder auf www.whiskybase.com.

W.D. O’Connell 13-year-old WDO

Whiskey-Freitag ist, was machen wir denn da?

Anfang April war ja eine Abordnung des Whisky Circle Pinzgau auf der „Village“ in Nürnberg, der größten Whiskymesse im süddeutschen Raum. Da haben wir uns natürlich über die Neuigkeiten und Neuerscheinungen informiert und wir haben auch einige Kostproben ergattern können.

Mareike Spitzer von Irish Whiskeys hat schon vorab in einem Livestream darüber informiert, dass Daithí O’Connell von W.D.O’Connell mit ihr auf der Messe sein wird und es wurde auch vorab dieser spezielle Whiskey ein wenig angepriesen.

Klar, ein unabhängig abgefüllter Bushmills geht immer, keine Frage, aber eigentlich passt er gar nicht in mein aktuelles Beuteschema. Derzeit zieht es mich eher zu den Whiskeys aus einem ex-Bourbon Fass, da kann man aus meiner Sicht noch mehr vom eigentlichen Spirit schmecken. Aber gut, das ist Geschmackssache.

Dieser Whiskey durfte übrigens seine Reifezeit in einem ex-Oloroso-Butt verbringen. Das klingt ja mal schon ganz gut, schauen wir, was dabei rausgekommen ist.

Aus dem Fass konnten übrigens 294 Flaschen dieses Whiskeys gewonnen werden.

Fakten zum W.D. O’Connell 13-year-old WDO

Produzent: The Old Bushmills Distillery, Bushmills, Co Antrim, Northern Ireland
Abfüller: W.D. O’Connell, Co Waterford, Republic of Ireland
Alkoholgehalt: 59,0 % ABV
Inhalt: 0,5 Ltr.
Distilled: 2008
Bottled: 2021
Alter: 13 Jahre
Fass: ex-Oloroso-Sherry-Butt

Meine Notizen

Farbe: Rotgold
Nase: Rosinen, Pflaumen, Datteln, Rote Trauben, Kirsche, Schoko, Kakao, Holzkohle (ganz leicht)
Gaumen: cremig, Eisschokolade (oder Eiskakao), Rosinen, Salzkaramell, Feigen, Haselnuss
Abgang: lang, Schoko, Haselnuss, Feige, Malz

Meine Bewertung: Ich gebe 88 Punkte für den W.D. O’Connell 13-year-old WDO. Das hat der gute Daithí aber wieder hervorragend gemacht. Weitere Bewertungen zu diesem Single Malt Whiskey gibt es auch wieder auf www.whiskybase.com.

Tinkabella 2016

Heute ist für mich mal wieder Whiskey-Freitag, weshalb ich natürlich zu einem Iren greifen muss. Tja, aber zu welchem?

In Peiting im schönen Bayern, genauer gesagt im Schongau, da gibt es eine Dame, die nicht nur ihr gastronomisches Herz, sondern tatsächlich ihr richtiges Herz an den Whisky verloren hat. Monika Pummer, die gute Seele von Peiting, hat eben dort ein Hotel und eine Bar, also das Hotel Dragoner und die dazugehörige Bar Xaver. Im Xaver sollte tatsächlich für jeden Whisky- oder Whiskey-Geschmack etwas dabei sein.

2020 kam es, wie es kommen musste, der Gastro brachen die Einnahmen weg. Was macht die liebe Moni dann? Sie bringt ihre eigenen Abfüllungen raus, einige in Kooperation mit Sansibar Whisky, einige andere mit Duncan Taylor, aber Ire war dort keiner dabei. Bis sich die liebe Moni mit der Hohepriesterin des Irish Whiskeys im deutschsprachigen Raum, also mit Mareike Spitzer zusammengetan hat. Und da ist dann schon etwas echt Spezielles rausgekommen.

Jetzt noch eine ganz geheime Geheiminformation dazu: Mareike und Moni haben sich das Fass aufgeteilt, eine Hälfte hat Moni für die „Tinkabella im Pummerland“ bekommen, die andere Hälfte hat Mareike für ihre Fairy Casks Reihe abgefüllt.

Die Dame auf dem Etikett ist übrigens Moni Pummer nachempfunden.

Von der Tinkabella wurden übrigens 120 Flaschen ausgegeben.

Fakten zum Tinkabella 2016

Produzent: Great Northern Distillery, Dundalk, Irland
Abfüller: Irish-whiskeys.de für Xaver Bar Lounge in Peiting
Alkoholgehalt: 62,35 % ABV
Inhalt: 0,7 Ltr.
Distilled: 2016
Bottled: 12.2021
Alter: 5 Jahre
Fass: White Wine Cask

Meine Notizen

Farbe: Stroh
Nase: Zitrone, Vanillepudding, Sauvignon Blanc, etwas nussig
Gaumen: sehr sehr kräftig, süß, Weintrauben, nussig, würzig, Eiche
Abgang: lang, Eiche, würzig, süß, Weißwein

Meine Bewertung: Ich gebe 86 Punkte für die Tinkabella 2016. Tja, auch die Irlandpremiere von Moni Pummer ist gelungen. Weitere Bewertungen zu diesem Single Malt Whiskey gibt es auch wieder auf www.whiskybase.com.

Teeling 18-year-old

Hatten wir nicht im Februar mal ein Teeling Tasting? Ja, doch, hatten wir. Den Teeling Brabazon 4 hatten wir dann schon recht bald in den Notes, aber das wars dann. Aber da gabs doch auch andere ganz gute Tropfen.

Deshalb wage ich mich heute mal an den Teeling Renaissance 4, also die vierte Abfüllung dieser Serie. Mit dieser Serie feiert die Teeling Distillery in Dublin die Wiederauferstehung. Denn ab dem Jahr 1782 gab es schon mal eine Brennerei dieses Namens in Dublin, welche dann im Zuge des allgemeinen Niederganges der irischen Whiskeyindustrie auch geschlossen wurde.

2015 wurde dann die neue Teeling Distillery in den Dublin Liberties eröffnet und seither wird dort auch fleißigst destilliert. Es wurde aber schon von Anfang an Whiskey unter der Marke Teeling vertrieben, hierfür griff man Fässer zurück, die der „alte Teeling“ im Zuge des Verkaufes von Cooley an Beam mitnehmen konnte.

Da es sich hier um einen volljährigen Iren handelt, muss es sich also um Whiskey handeln, der bei Cooley gebrannt wurde. ist aber nicht weiter schlimm, wenn er trotzdem schmeckt.

Diese hier vorliegende Abfüllung war übrigens „strengstens“ limitiert, auf 9000 Flaschen.

Fakten zum Teeling 18-year-old

Produzent: Teeling Whiskey Distillery, Dublin, Irland (Whiskey wurde bei Cooley destilliert)
Abfüller: OA
Alkoholgehalt: 46,0 % ABV
Inhalt: 0,7 Ltr.
Distilled: ka
Bottled: 08.2021
Alter: 18 Jahre
Fass: ex-Bourbon cask + Pineau des Charentes Finish

Meine Notizen

Farbe: Kupfer
Nase: Obstsalat, Nuss, Karamell, Grapefruit, Malz
Gaumen: Obstsalat, Blumen, Grapefruit, Marzipan
Abgang: lang, Malz, Obstsalat, Mandeln, Zitrusfrüchte

Meine Bewertung: Ich gebe 89 Punkte für den Teeling 18-year-old. Also feiern können die Iren, und wenn die Whiskeys zu diesen Anlässen so gut sind, lässt es sich sehr gut feiern. Weitere Bewertungen zu diesem Single Malt Whiskey gibt es auch wieder auf www.whiskybase.com.



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Ledaig 2008 MoS

So, lang lang ist es her, dass ich hier eine Tastingnote veröffentlicht habe, aber ich hätte ganz schön viel abzuarbeiten. Also fangen wir einfach mal an.

Ledaig, von Rainer ja schon oftmals beschrieben hier. Die getorften Malts aus der Tobermory Distillery von der Isle of Mull haben einfach einen ganz speziellen Charakter. Für jemanden wie mich, der auf einem Bauernhof aufgewachsen ist, ist der Kuhstall, der einem bei den Ledaigs in die Nase steigt, fast ein wenig Heimat.

Von den Ledaigs gibt es ja immer wieder sehr viele unabhängig abgefüllte Fässer, das ist fast schon Tradition bei Tobermory. Und die Kenner schwören auf die unabhängigen Abfüllungen, die in deren Herzen (und natürlich auch in deren Nasen und Gaumen) fast immer einen höheren Stellenwert haben als die Originalabfüllungen.

Hier habe ich einen Ledaig im Glas, der von Malts of Scotland abgefüllt wurde, einer der unzähligen unabhängigen Abfüller aus Deutschland.

Und wie fast immer bei den Ledaigs werde ich auch hier nicht enttäuscht. Von dem hier wurden übrigens 337 Flaschen abgefüllt

Fakten zum Ledaig 2008 MoS

Produzent: Tobermory Distillery, Isle of Mull, Schottland
Abfüller: Malts of Scotland (MoS)
Alkoholgehalt: 55,8 % ABV
Inhalt: 0,7 Ltr.
Distilled: 2008
Bottled: 2020
Alter: 12 Jahre
Fass: ex-Bourbon Hogshead, Fass Nummer MoS 20034

Meine Notizen

Farbe: Weißwein
Nase: Rauch, Zitrone, Orange, Zuckerwatte, Kuhstall (etwas erwartbar und auch erhofft), Ricola
Gaumen: süß, Ricola, Rauch, Zitrone, Pfeffer
Abgang: lang, Rauch, Pfeffer, süß, würzig

Meine Bewertung: Ich gebe 87 Punkte für den Ledaig 2008 MoS. Wie viele andere Leute auch mag ich Ledaigs einfach. Da wurde ich noch nie enttäuscht. Weitere Bewertungen zu diesem Single Cask Whisky gibt es auch wieder auf www.whiskybase.com.



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Teeling Brabazon Bottling Series 04

Wir schreiben gerade den 17. März 2022. Für jemanden wie mich, der die Emerald Isle im Herzen trägt, ein ganz besonderer Tag. Wir feiern den St. Patrick´s Day, also den Nationalfeiertag Irlands.

Das ist doch ein guter Grund, um heute einen schönen irischen Whiskey zu besprechen. Was nehmen wir hierfür nur?

Naja, am 4. Februar hatten wir bei einem virtuellen Tasting Chris Hayes, den European Brand Ambassador von Teeling zu Gast. Dabei haben wir vier verschiedene Single Malt Whiskeys dieser Brennerei, die sich in den Dublin Liberties befindet, verkostet, darunter auch diesen Tropfen hier.

In diesem bekannten Dubliner Stadtviertel befindet sich neben einigen Destillerien wie eben Teeling, The Dublin Liberties und Pearse Lyons auch das weltbekannte und von mir auch schon mehrmals besuchte Guinness Storehouse.

Teeling ist in der irischen Whiskeyszene ein äußerst bekannter Name, gab doch schon im 18. Jahrhundert eine Brennerei diesen Namens in Dublin. 1987 gründete John Teeling die Cooley Distillery, die erste unabhängige Brennerei Irlands seit Menschengedenken. Nach dem Verkauf dieser Destillerie 2011 haben die Söhne Jack und Stephen 2015 eben die Teeling Whiskey Distillery gegründet.

Wie jetzt? 2015 gegründet und jetzt schon 13 Jahre alten Whiskey? Naja, beim Verkauf hat sich die Familie Teeling doch einen nicht unbedeutenden Teil der befüllten Cooley Fässer als Mitgift ausverhandelt, somit kann auch jetzt schon verhältnismäßig alter Whiskey verkauft werden. Aber in Irland ist ja soetwas gar keine Seltenheit.

Von diesem Tropfen hier wurden 10.000 Flaschen abgefüllt, mit einer für Teeling doch recht ungewöhnlichen Trinkstärke von 49,5% ABV. Die Verpackung ist dann auch noch recht aufwändig gestaltet. Alles in Allem macht sich dieser Whiskey gut im Regal, aber wollen wir mal schauen, ob er sich denn auch gut in Nase und Mund macht.

Fakten zum Teeling Brabazon Bottling Series 04

Produzent: Teeling Whiskey Distillery, Dublin, Irland (Whiskey wurde bei Cooley destilliert)
Abfüller: OA
Alkoholgehalt: 49,5 % ABV
Inhalt: 0,7 Ltr.
Distilled: 2007
Bottled: 2020
Alter: 13 Jahre
Fass: ex-Bourbon Fässer und ein Carcavelos White Port Finish

Meine Notizen

Farbe: rotgold
Nase: Karamell, Ananas, Malz, Trauben, Honig, Granny Smith Äpfel
Gaumen: Honig, Schokolade, Eiche, Vanille
Abgang: eher kurz, Malz, Trockenbeeren, Keksteig

Meine Bewertung: Ich gebe 87 Punkte für den Teeling Brabazon Bottling Series 04. Mit diesem Whiskey ist es ganz leicht, einen Happy St. Patrick´s Day zu wünschen. Weitere Bewertungen zu diesem Single Malt Whiskey gibt es auch wieder auf www.whiskybase.com.



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Speyside Single Malt Scotch Whisky 2001 UD

Heute wage ich mich mal an eine Institution in der deutschen bzw. deutschsprachigen Whiskyszene. Monika Pummer, ihrerseits Betreiberin des Hotels Dragoner und der Bar Xaver im bayrischen Peiting, ist in der Szene bekannt wie ein bunter Hund. Ich hatte zwar bis dato nicht das Vergnügen einer persönlichen Begegnung, aber wenn ich mit ihr zu tun hatte, war es immer sehr angenehm. Das heißt natürlich, dass ich in Bälde eine kleine Bildungsreise nach Peiting machen werden muss. Mal schauen, wann ich das einplanen kann. Sind ja nur dreieinhalb Stunden Anfahrt.

Moni hat sich letztes Jahr dazu entschlossen, eine eigene Whiskyserie herauszubringen. Naja, wenn man zu den Top 3 der Whiskylokale in Deutschland gehört, kann man das schon mal machen. Also gibt es jetzt die Xaver Bar Choice.

Heute gehts nunmehr um den sogenannten X5, also die Nr. 5 aus dieser Serie. Warum fange ich mit 5 an? Ganz einfach: Ich habe zu viele Flaschen offen, und vom 5er habe ich ein Sample ergattert, das mache ich schneller mal auf als eine ganze Flasche.

Der Name der Brennerei darf hier nicht genannt werden, aber es gibt Hinweise, die gestreut wurden, welche dann durchaus einen Verdacht nahelegen. Es handelt sich um einen Speysider, so viel ist auf jeden Fall gesichert. Das Schöne daran ist, dass dieser Tropfen wohl aus einer Brennerei ist, die sich in Familienbesitz befindet.

Von diesem Whisky wurden 623 Flaschen abgefüllt. Da es sich um einen Single Cask Whisky handelt, kann man getrost von einem Sherry Butt ausgehen. Und 20 Jahre sind dann auch nochmal eine richtig schöne Hausnummer.

Fakten zum Speyside Single Malt Scotch Whisky 2001 UD

Produzent: vermutlich Glenfarclas, Speyside
Abfüller: Sansibar Whisky für Xaver Bar Lounge Peiting
Alkoholgehalt: 44,9 % ABV
Inhalt: 0,7 Ltr.
Distilled: 2001
Bottled: 2021
Alter: 20 Jahre
Fass: Sherry Butt

Meine Notizen

Farbe: Kupfer
Nase: Pflaume, Powidl, Datteln, Haselnuss, Karamell, Eiche, leicht trocken
Gaumen: Powidl, Kirsche, Dattel, Kokos, Amarenakirsche, Eiche
Abgang: lang, Powidl, Feige, Karamell, Marille, Birne, Heidelbeer

Meine Bewertung: Ich gebe 88 Punkte für den Speyside Single Malt Scotch Whisky 2001UD. Speyside und Sherry, das kann in diesem Fall gar nicht schief gehen. Weitere Bewertungen zu diesem Single Cask Whisky gibt es auch wieder auf www.whiskybase.com.

Mannochmore 2010 Cl

Mannochmore? Jetzt nicht die allerbekannteste Brennerei Schottlands.

Es handelt sich hierbei um eine Destillerie in der Speyside, also im Herzen der schottischen Whiskyproduktion. Interessanterweise wird die Brennerei nur im Winter betrieben, und zwar von der selben Mannschaft, die im Sommer die Glenlossie Distillery betrieben.

Die Brennerei gehört zur Diageo Gruppe und produziert größtenteils für Blends.

Claxton´s ist ein dem geneigten Publikum schon sehr bekannter unabhängiger Abfüller. Ich kenne niemanden, der schon mal etwas Schlechtes von Claxton´s im Glas hatte.

Somit wagen wir uns nun mal an diesen Dram, von dem übrigens 299 Flaschen ohne Färbung und ohne Kühlfiltrierung abgefüllt wurden.

Fakten zum Mannochmore 2010 Cl

Produzent: Mannochmore, Speyside
Abfüller: Claxton´s
Alkoholgehalt: 52,2 % ABV
Inhalt: 0,7 Ltr.
Distilled: 06.07.2010
Bottled: 04.06.2020
Alter: 9 Jahre
Fass: Refill Sherry Hogshead

Meine Notizen

Farbe: gold
Nase: fruchtig, Datteln, Rosinen, Birne, Gras
Gaumen: Birne, Honig, Marille, Pfirsich
Abgang: lang, süß, Birne, Obstsalat, Hollunder, Marille

Meine Bewertung: Ich gebe 87 Punkte für den Mannochmore 2010 Cl. Das ist wirklich ein überraschend feiner Whisky aus dieser doch eher unbeachteten Brennerei. Weitere Bewertungen zu diesem Single Cask Whisky gibt es auch wieder auf www.whiskybase.com.